20 000 Franken für Roth-Haus

Freude über eine grosszügige Spende: Sybille Bader (Präsidentin Insieme Freiamt), Benedikt Stalder (Präsident Stiftung Roth-Haus Muri), Uwe Tischer (Leiter Roth-Haus), Thomas Suter (Stiftungsrat Roth-Haus, Ressort Finanzen) und Othmar Staubli (Finanzen Insieme Freiamt). (Bild: Thomas Kron)

rothhaus.jpg

Freude über eine grosszügige Spende: Sybille Bader (Präsidentin Insieme Freiamt), Benedikt Stalder (Präsident Stiftung Roth-Haus Muri), Uwe Tischer (Leiter Roth-Haus), Thomas Suter (Stiftungsrat Roth-Haus, Ressort Finanzen) und Othmar Staubli (Finanzen Insieme Freiamt). (Bild: Thomas Kron)

Im Beschäftigungsgebäude des Roth-Hauses in Muri kann Anfang Oktober der Betrieb aufgenommen werden. Insieme Freiamt, Verein der Eltern und Freunde geistig Behinderter, hilft bei der Finanzierung mit und hat der Stiftung eine Spende von 20 000 Franken übergeben.

Für den Präsidenten der Stiftung Roth-Haus Muri, Benedikt Stalder, ist die grosszügige Unterstützung von Insieme Freiamt in zweifacher Hinsicht wichtig. Einerseits sei es in der Finanzkrise schwer, finanzielle Hilfe zu bekommen und Spenden zu generieren, anderseits handle es sich bei der budgetierten Bausumme von rund 4 Millionen Franken doch um einen stattlichen Betrag.

Dazu komme, dass aufgrund des schwierigen Baugrundes mit zusätzlichen Baukosten gerechnet werden müsse. Das Roth-Haus sei deshalb besonders dankbar, dass Insieme das Projekt unterstütze.

Auf Solidarität angewiesen

Auf die Anfrage, welche die Stiftung Roth-Haus an Insieme richtete, sei sofort klar gewesen, dass man das Projekt unterstützen wolle, betonte Sybille Bader, Präsidentin von Insieme Freiamt, Verein der Eltern und Freunde geistig Behinderter. Ein wichtiges Anliegen der Eltern von Behinderten sei es, dass die Kinder und Jugendlichen auch nach dem Verlassen einer Sonderschule gezielt betreut, gefördert und beschäftigt werden könnten. Dies erfordere jedoch genügend Beschäftigungs- und Arbeitsplätze. Das Beschäftigungsgebäude des Roth-Hauses werde dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Lang gehegter Wunsch

Das Bedürfnis nach einer Beschäftigungsstätte für Schwerstbehinderte bestand schon, als die Stiftung Roth-Haus vor elf Jahren ins Leben gerufen wurde. Bis heute ist der Beschäftigungsbereich in Räumlichkeiten der Pflegi Muri eingemietet, was mit täglichem organisatorischem Aufwand verbunden ist. Weil die Steigung von der Aarauerstrasse zur Pflegi Muri mit Rollstühlen kaum zu überwinden sei, müssten diese in den Bus verladen und die wenigen hundert Meter gefahren werden, erläuterte Heimleiter Uwe Tischer die derzeitige Situation.

Dieser Transportaufwand wird ab dem kommenden Herbst der Vergangenheit angehören. Die bisherigen 20 Beschäftigungsplätze, welche in der Pflegi Muri für die insgesamt 28 Bewohnerinnen und Bewohner des Roth-Hauses zur Verfügung stehen, können ab Oktober im eigenen Beschäftigungsgebäude, das nordöstlich des Roth-Hauses auf der Parzelle der früheren Klostermühle entsteht, angeboten werden.

Zusätzlich zu den 20 bestehenden Plätzen wird die Stiftung Roth-Haus vier Beschäftigungsplätze für externe Behinderte anbieten können. Zugleich wird der Neubau mithelfen, die im Roth-Haus vorhandene Raumknappheit zu beheben.

Das neue Beschäftigungsgebäude bringe Vor- und Nachteile, betonte Uwe Tischer. Durch den Standort in direkter Nachbarschaft könnten Arbeitsorganisation und Personaleinsatz optimiert werden. Anderseits falle der regelmässige «Arbeitsweg» weg, welcher vielen Behinderten die so wichtige körperliche Bewegung verschaffe.

Bautätigkeit im Rückstand

Laut Uwe Tischer befindet sich der Bautätigkeit mehrere Wochen im Rückstand. Hauptgrund dafür ist die unterschiedliche Beschaffenheit des Baugrundes: «Dort, wo lehmiger Boden gedient hätte, stiess man auf poröses Gestein und umgekehrt.» Aus diesem Grund hätten zusätzliche Stützwände errichtet werden müssen. Der zweite Grund für die Verzögerung war der lange und kalte Winter, welcher den Unterbruch der Bauarbeiten noch verlängerte.

Nach dem aktuellen Zeitplan dürfte der Bau Mitte August fertig gestellt sein. Das Einweihungsfest wird am letzten August-Wochenende stattfinden. In der zweiten Hälfte September ist der Umzug ins neue Gebäude geplant, der reguläre

Beschäftigungsbetrieb soll am Montag, 5. Oktober, aufgenommen werden. Auf Anfang November werden schliesslich auch die vier Beschäftigungsplätze für Externe besetzt werden können. (tk)

Meistgesehen

Artboard 1