Boi
17-Jähriger Aargauer hat Boi getötet, weil «sie nervte»

Der 17-jährige Chris hat ein umfassendes Geständnis abgelegt und ausgesagt, dass er Boi getötet habe. Grund der Tat: Boi ging ihm auf die Nerven. Getötet hat er sie mit einem Holzscheit.

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Nun ist klar: Der 17-jährige Chris aus Mägenwil AG hat die Vietnamesin Boi umgebracht. Dies gemäss seinen eigenen Aussagen. «Er hat ein umfassendes Geständnis abgelegt», sagt Urs Windenried - Chef der Kriminalpolizei Aargau. Der Aargauer bleibt weiterhin in U-Haft, denn die polizeilichen Ermittlungen laufen immer noch und die Untersuchungsbehörden warten noch auf das Resultat eines Gutachtens.

Bereits bei der ersten Einvernahme im August 2009 habe der Jugendliche zugegeben, Boi im Tessin getroffen zu haben. Damals gab es allerdings laut Urs Winzenried - Chef der Kriminalpolizei Aargau - keinen dringenden Tatverdacht.

Erst nachdem die sterblichen Überreste von Boi gefunden wurden, kam Chris wieder in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen. Grund: Der Fundort befand sich nahe der Ferienwohnung der Eltern von Chris.

Daraufhin wurde Chris in U-Haft genommen. Laut Winzenried habe Chris die Tat lange nicht gestanden. Erst nach mehreren Einvernahmen habe er den Mord an Boi doch noch zugegeben.

Sie hat ihn genervt

Wie die Ermittlungsbehörden berichten, soll die Tat folgendermassen abgelaufen sein: Am 7. August 2009 haben sich Boi und Chris nach diversen Chats auf «Netlog» und Telefonaten erstmals persönlich getroffen.

Danach haben die beiden in Sessa im Tessin gemeinsam den Tag verbracht. Gleichzeitig suchte sie sich eine Unterkunft.

Am späten Nachmittag hätten sie sich nochmals getroffen und gemeinsam einen Spaziergang unternommen. «Chris hat dann spontan den Entschluss gefasst, Boi zu töten», sagt Winzenried. Boi habe ihn einfach genervt, weil sie während des Spaziergangs zu viel gesprochen habe. Inzwischen ist auch die Tatwaffe bekannt - ein Holzscheit.

Nach der Tat sei er ins Ferienhaus zu seiner Mutter zurückgekehrt. «Er hat sich überhaupt nichts anmerken lassen», so Winzenried. Dem Mord seien weder ein Streit noch sexuelle Handlungen vorausgegangen. (muv/som)

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