In Bern erstrahlten weder das Münster noch das Historische Museum in ihrem üblichen Lichterglanz, als um halb neun Uhr abends die "Earth Hour" begann. Initiiert wurde sie vom WWF.

Gemäss WWF-Medienmitteilung wurden in Basel unter anderem die Lichter der Rhein- und der Johanniterbrücke, des Münsters und des Ratshauses gelöscht. Auch das Genfer Wahrzeichen, der "Jet d'eau" lag für eine Stunde im Dunkeln.

Die "Earth Hour", die von der UNO unterstützt wurde, soll gemäss WWF ein Zeichen setzen. Die Botschaft laute: "Es ist höchste Zeit für mehr Klimaschutz, denn 2009 ist das Jahr der Entscheidung."

Der WWF spielt damit auf die Klimakonferenz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen an. Dort sei die "letzte Gelegenheit für ein Abkommen, das eine globale Erwärmung von über zwei Grad vermeiden hilft".

An der Aktion nahmen auch Grossstädte wie New York, Tokio, Rom, Nairobi, Peking oder Rio de Janeiro teil. In Kairo ging beispielsweise das Licht bei den Pyramiden aus. Angefangen hatte die "Licht-Aus-Aktion" auf den Chatham-Inseln, etwa 800 Kilometer östlich von Neuseeland.

In der Schweiz beteiligten sich neben Basel, Genf und Bern auch Bellinzona, Biel, Delsberg, Lancy GE, Lausanne, Morges VD, Neuenburg, Nyon, Vernier GE, Yverdon und Zürich. Dort löschte die Stadtverwaltung die Lichter des Rathauses, des Gross- und des Fraumünsters, der Predigerkirche aber auch der Nationalbank, der Universität und der ETH.

Greg Bourne, Cheforganisator der "Earth Hour" vom australischen WWF, gab zu, dass die Aktion eher Energie verbraucht anstatt zu sparen. "Es ist symbolisch. Und darum geht es", sagte er.