Flugzeugunglück

120 Verletzte bei Bruchlandung in Kolumbien nach Blitzeinschlag

Boeing nach der Bruchlandung in Kolumbien

Boeing nach der Bruchlandung in Kolumbien

In Kolumbien ist ein Passagierflugzeug im Landeanflug vom Blitz getroffen worden und auseinander gebrochen. Bei dem Unfall am frühen Montagmorgen auf der Insel San Andrés starb eine Insassin, mehr als 120 Passagiere wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten.

Eine 73-jährige Frau sei im Spital an einem Herzanfall gestorben, erklärte die zivile Luftfahrtbehörde. Fünf Personen wurden schwer verletzt, darunter zwei Kinder, wurde der Einsatzleiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Ronald Tascón, von örtlichen Radiosendern zitiert. Alle Verletzten waren nach Behördenangaben ausser Lebensgefahr.

Zu den insgesamt 131 Insassen, darunter sechs Besatzungsmitglieder, zählten auch mehrere Ausländer. Vier Brasilianer überstanden den Unfall unbeschadet. Fünf Franzosen wurden leicht verletzt, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Die Passagiere des in der Hauptstadt Bogotá gestarteten Flugzeugs seien "buchstäblich auf der Landebahn verstreut" worden, hiess es in einer Erklärung der Polizei.

Motoren vom Flugzeug gelöst

Nach Angaben des Piloten sei der Blitz in den frühen Morgenstunden rund 80 Meter von der Landebahn entfernt in die Boeing 737-300 eingeschlagen, sagte der Sicherheitschef der kolumbianischen Polizei, Orlando Páez Barón. Durch den Blitz hätten sich die Motoren von dem Flugzeug abgelöst und die Maschine sei in drei Teile gebrochen.

Der Pilot habe unmittelbar nach dem Blitzeinschlag die Kontrolle über die Maschine verloren, führte Páez Barón aus. Seine Reaktion habe aber verhindert, dass der Flieger nach der Landung von der Piste abgekommen sei. Während des Unglücks war die Sicht in San Andrés nach Angaben der dortigen Flugkontrolle eingeschränkt.

Nach Einschätzung des Gouverneurs von San Andrés, Pedro Gallardo, ging das Unglück noch glimpflich aus. "Wir danken Gott für dieses Wunder", sagte er vor Journalisten. Rettungskräfte und Polizei sowie Taxifahrer hätten die Insassen der Unglücksmaschine binnen weniger Minuten "unter Einsatz ihres eigenen Lebens" in Sicherheit gebracht.

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