Es handle sich um eine Fläche von knapp einem Hektar. Die Feuerwehrmänner rückten in vollständiger Montur mit Stiefeln mit einem Schnittschutz an. Ausserdem wollten sie den Schilf mit zweieinhalb Meter langen Stielen durchsuchen, um Abstand von "Lotti" halten zu können.

"Die Schildkröte ist ziemlich angriffslustig", begründete der Feuerwehrsprecher die Schutzmassnahmen. Falls "Lotti" gefunden und gefangen werde, werde sie in die Reptilien-Auffangstation nach München gebracht.

Die vermutlich ausgesetzte Schildkröte hatte einem in dem Weiher badenden Jungen die Achillessehne zweimal durchgebissen. Bei der Jagd nach "Lotti" geht die Gemeinde Irsee rigoros vor: Nachdem alle Fische abgefischt waren, wurde der im Sommer täglich von hunderten Badegästen genutzte Weiher komplett entleert.

Das beliebte Badegewässer soll solange leer bleiben, bis das Tier gefunden wurde. Die Gemeinde setzte inzwischen 1000 Euro Belohnung für Hinweise zum Fund der Schildkröte aus.