Der Gewerkschaftschef des Aluminiumkonzerns Balco, Vinod Kumar Sharma, berief sich bei seiner Schätzung auf Schilderungen von Gewerkschaftsmitgliedern, die in der Nähe des Unglücksortes waren.

Nach ihren Angaben hatten zahlreiche Arbeiter rund um den 100 Meter hohen Schornstein Schutz vor einem Gewitter gesucht, als der Turm einstürzte.

Der Gewerkschaftschef rechnet nicht damit, dass noch Überlebende geborgen werden. Neun Verletzte würden in den Spitälern, die restlichen Arbeiter seien tot. "Das ist eine grosse Tragödie", fügte Sharma hinzu.

Die Polizei hatte zunächst von mindestens 20 Toten gesprochen. Nach Angaben eines Sprechers waren zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als hundert Arbeiter auf der Baustelle im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh. Da das Unternehmen keine genaue Zahl nennen könne, sei auch die Opferzahl schwer zu ermitteln.

Laut Balco, das das Kraftwerk in Auftrag gegeben hatte, sollte der Schornstein 275 Meter hoch werden. Die Polizei leitete Ermittlungen gegen das Unternehmen ein. Balco gehört zu 51 Prozent dem Bergbaukonzern Vedanta Plc. Die übrigen Anteile hält der indische Staat.