100-jähriger Erni gestaltet Goldmünze für 100-jährige Pro Patria

Hans Erni mit Goldmünze

Hans Erni mit Goldmünze

Zum hundertjährigen Bestehen der Stiftung Pro Patria hat der hundertjährige Luzerner Künstler Hans Erni eine goldene Jubiläumsmünze gestaltet. Die als Bundesfeierspende gegründete Organisation widmete sich ab 1909 zuerst den Bedürftigen im Land.

Ins Leben gerufen wurde die Bundesfeier-Spende vor dem Hintergrund des 1891 eingeführten Bundesfeiertags am 1. August. Wie Pro Patria bei der Präsentation ihrer Jubiläumsjahrs in Bern mitteilte, war der St. Galler Albert Schuster die treibende Kraft. Mit einer alljährlichen Sammlung wollte er den Gemeinsinn fördern.

Bundesrat und Post unterstützten diese Idee. Zum Sammeln dienten zunächst Postkarten und ab 1938 Bundesfeiermarken, die seit 1952 unter der Bezeichnung Pro-Patria-Briefmarken laufen. 1923 kam als zusätzliches Sammelmittel das 1. August-Abzeichen dazu. 1991 wurde der Verein in eine Stiftung umgewandelt. Die erste Sammlung unter der Bezeichnung Pro Patria lief 1992.

Bis weit in die Nachkriegszeit hinein standen die Sammlungen zugunsten bedürftiger Bevölkerungsschichten im Vordergrund. Seither verschob sich das Tätigkeitsfeld auf die Unterstützung des kulturellen und landschaftlichen Erbes der Schweiz. Pro Patria unterstützte in den letzten Jahrzehnten vorab Baudenkmäler und Kulturlandschaften.

Die Sammlungen führen jeweils Tausende von Freiwilligen im ganzen Land durch. Pro Patria erhält keine Subventionen von der öffentlichen Hand, sie ist ein gemeinnütziges Werk der Bevölkerung

Die von Hans Erni, einem "Jahrgänger" der Stiftung, gestaltete Goldmünze zeigt ein Menschenpaar, das nach Aussagen des Künstlers "zuversichtlich in den nächsten Morgen blickt". Die von der Eidgenössischen Münzstätte swissmint geprägte Sondermünze hat einen Nennwert von 50 Franken. Sie ist ab dem 4. Juni im Handel.

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