Mitte Mai sind sie beim Freilichtmuseum Ballenberg im Berner Oberland gestartet. Seit da sind Martin Niedermann und Noldi unterwegs.

Der Esel und der Heilpädagoge wandern quer durch die Schweiz: Ziel: Dornach am äussersten Zipfel des Kantons Solothurn.

Manchmal kommt ein Umweg dazwischen

20 Kilometer pro Tag nehmen sich die beiden jeweils vor. «Das ist für den Esel gut und für mich auch», sagt Martin Niedermann in der Sendung «tierisch».

Doch meistens würden es mehr – etwa, weil sie einen Umweg machen müssten oder die Wege nicht genau ausgeschildert seien.

Martin Niedermann und Noldi bei der Routenplanung.

Martin Niedermann und Noldi bei der Routenplanung.

Das Gepäck trägt Noldi in seinem Spezial-Esel-Sattel aus Kanada. Martin Niedermann hat nur das Nötigste dabei: Lebensmittel, Kochutensilien, Zelt.

Schreck-Moment: Noldi rutscht ab

Der 16-Jährige Wallach und sein Besitzer hatten schon viele schöne Erlebnisse auf ihren Märschen. Nicht selten laden Landwirte sie ein, bei ihnen auf dem Hof zu übernachten.

Doch es gab auch brenzlige Situationen. Etwa, als Noldi an einem Hang abrutschte und in ein Schlammloch stürzte.

«Ich versuchte ihn herauszuziehen und das hat dann auch langsam aber sicher geklappt», erzählt Martin Niedermann. «Am Schluss waren wir beide ganz verschlammt, aber er hat das gut gemacht», lobt er und krault seinen Esel liebevoll am Kopf.

Mythen, Märchen und Sagen

Niedermann ist nicht nur Wanderer, er ist auch Geschichtenerzähler. Der Heilpädagoge aus Bern erzählt Geschichten «zum Vergnügen und Lernen in Unterhaltung, Bildung und Therapie» wie es auf seiner Webseite heisst.

Im Rahmen des Projekts «Kulturgut erzählen» besucht er auf seiner Tour durch die Schweiz Altersheime, Schulen und Kindergärten und erzählt dort Sagen, Märchen und Mythen.

Und manchmal liest Martin Niedermann auch nur für seinen vierbeiningen Begleiter. «Ich glaube, er versteht sehr viel. Noldi hat grosse Ohren und ein grosses Herz.»

Immer donnerstags um 18.30 Uhr auf Tele M1

Tierisch auf Tele M1 SMALL - VORLAGE - bitte erst DUPLIZIEREN