Südafrika

1. Prozesstag: Pistorius plädiert auf nicht schuldig

Heute Montag findet der Auftakt zum Mordprozess des südafrikanischen Paralympics-Stars Oscar Pistorius statt. Ihm wird vorgeworfen, seine 27-jährige Freundin Reeva Steenkamp in der Nacht zum Valentinstag vergangenen Jahres umgebracht zu haben.

Begleitet von weltweitem Interesse hat vor einem Gericht in Pretoria der Mordprozess gegen den südafrikanischen Paralympics-Star Oscar Pistorius begonnen. Zum Auftakt plädierte der Angeklagte auf nicht schuldig.

Die Anklage wirft Pistorius vor, seine Feundin Reeva Steenkamp in der Nacht zum Valentinstag vergangenen Jahres nach einem Streit in seinem Haus in Pretoria vorsätzlich erschossen zu haben.

Pistorius droht im Fall eines Schuldspruchs eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren. Der 27-Jährige beteuert hingegenam Montag, er habe Steenkamp für einen Einbrecher gehalten und in Panik geschossen.

Die Sitzung begann nach Angaben des Gerichts wegen der Abwesenheit eines Übersetzers mit 90 Minuten Verspätung. Zudem soll eine Frau versucht haben, dem Gericht neues Entlastungsmaterial über Pistorius zu übergeben.

Im voll besetzten Gerichtssaal sassen zahlreiche Verwandte und Freunde des 27-jährigen Angeklagten und des Opfers. Zu Beginn wollte der Staatsanwalt die Anklage verlesen.

Erstmals überhaupt trafen am Montag im Gerichtssaal der Angeklagte und die Mutter des Opfers, Jane Steenkamp, zusammen. Die 67-Jährige sass schwarz gekleidet in der ersten Reihe. Sie hatte in einem Interview betont, sie wolle "Pistorius in die Augen sehen".

Als Pistorius den Gerichtssaal betrat, schaute er meist zu Boden, wirkte ernst und bedrückt. (sda)

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