Joe Ackermann

Aufregung um Joe Ackermanns Gästeliste oder wenn Banker Geburtstag feiern

Josef Ackermann: Aufregung um ein Essen zu seinen Ehren

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Josef Ackermann: Aufregung um ein Essen zu seinen Ehren

Eine Einladung von Joe Ackermann im deutschen Kanzerlamt sorgt in unserem Nachbarland für Aufregung. SPD: Linke und Grüne versuchen nun, ein Abendessen für den Chef der Deutschen Bank in Frau Merkels Kanzleramt als eine private Geburtstagsfeier auf Kosten der Steuerzahler aufzubauschen. Wohl auch deswegen, weil die Gästeschar äusserst illuster war.

Ein Aufreger an der am Mittwoch anberaumten Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages wird die Feier zum 60. Geburtstag von Josef Ackermann sein, zu der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann 30 Freunde in das Bundeskanzleramt einladen durfte. Die Kosten der Feier trug der Steuerzahler, schreibt "Focus Online".

Wie das ARD-Magazin „Report Mainz" berichtet, fielen allein für externes Servicepersonal Kosten in Höhe von 2100 Euro an, dazu kamen die Kosten des Abendessens. Ein Regierungssprecher betonte in einer ersten Reaktion, es habe sich keineswegs um eine Geburtstagsfeier auf Staatskosten gehandelt. Vielmehr habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Ackermanns Ehrentag im April 2008 zum Anlass genommen, in ihrem Dienstsitz ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auszurichten. „Die entstehenden Kosten werden aus den Haushaltsmitteln des Bundeskanzleramtes finanziert, die für derartige Zwecke zur Verfügung stehen."

„Gerne etwas für mich tun"

Ackermann selbst hatte in der ZDF-Dokumentation „Kanzlerin Merkel" vor knapp zwei Wochen erklärt: „Sie (Merkel) hat mir damals gesagt, sie würde gerne etwas für mich tun. Ich soll doch einmal etwa 30 Freunde und Freundinnen einladen aus Deutschland oder der Welt, mit denen ich gerne einen Abend zusammen sein würde - im Kanzleramt. Und ich muss sagen, das war ein wunderschöner Abend."

Vielleicht ist es vor allem die Teilnahme der Vertreter der deutschen Elite aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, welche die Gemüter erregen. Wie die "Financial Times Deutschland" schreibt, waren dabei unter anderem folgende Leute anwesend:

Arend Oetker, Unternehmer
Jürgen Hambrecht, Chef des Chemiemulits BASF
Werner Wenning, Chef des Pharmaunternehmens Bayer
Klaus-Dieter Lehmann,Präsident des Goethe-Instituts
Gerhard Cromme, VR_Präsident des Technologiekonzerns Siemens
Annette Schavan, Forschungsministerin (CDU)
Frank Elstner, TV-Moderator
Matthias Döpfner, Chef des Axel Springer Verlages ("Welt", "Bild")

Dass diese Feier stattgefunden hat, hätte die Öffentlichkeit laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" schon längst wissen müssen: Schon vor Monaten hatte die Linke eine entsprechende Anfrage im Parlament beantwortet bekommen. Vor zwei Wochen erzählte Ackermann in einem Nebensatz im besagten Magazin jedoch von der Feier, und weil diese illustre Information der Sozialdemokraten in der Wahlkampfzeit so gelegen kommt, machte die Aufregung schnell die Runde.

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