Wintersport in Coronazeiten

Unfallberater warnen: Jede zweite Skibindung ist falsch eingestellt

Sicher durch den Coronawinter: Die BFU ruft Schneesportler dazu auf, das Gesundheitssystem nicht unnötig zu belasten. (Symbolbild)

Sicher durch den Coronawinter: Die BFU ruft Schneesportler dazu auf, das Gesundheitssystem nicht unnötig zu belasten. (Symbolbild)

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung warnt: Nur gut die Hälfte der Skifahrer sind mit korrekt eingestellten Bindungen unterwegs. Dabei liessen sich in der Pandemie mit wenig Aufwand viele Unfälle vermeiden.

(wap) Gerade in diesem Winter sei es wichtig, Unfälle zu vermeiden und das Gesundheitssystem nicht zusätzlich zu belasten, schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Sie macht dabei darauf aufmerksam, dass die Skibindung immer korrekt eingestellt sein sollte. Gemäss einer BFU-Studie sei dies aber nur bei 54 Prozent der Skifahrerinnen und Skifahrer der Fall.

Für die Studie sind 1500 Personen befragt worden. 46 Prozent habe demnach die Bindung auf die aktuelle Wintersaison hin nicht neu einstellen lassen, so die BFU. Bei der Hälfte davon liege der letzte Service zudem bereits länger zurück als ein Jahr. Da sich die Einstellung durch Nutzung, Transport oder Lagerung jedoch verändern könne, sei es sinnvoll, diese jedes Jahr neu vorzunehmen, rät die Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Snowboarder sollen Handgelenke besser schützen

Handlungsbedarf sieht die BFU auch bei den Snowboardern. Bei diesen hat sie untersucht, wie oft sie einen Handgelenkschutz tragen. Rund ein Drittel aller Snowboard-Verletzungen beträfen nämlich Hände, Handgelenke und Unterarme. Dennoch hätten nur 16 Prozent von 700 befragten Snowboardern angegeben, in der anlaufenden Saison einen Handgelenkschutz benützen zu wollen.

Zu Präventionszwecken hat die BFU nun die App «Snow Safety» entwickelt. Scherheit im Wintersport sei nämlich gerade diesen Winter besonders wichtig, schreibt die BFU in ihrer Mitteilung und ruft den Wintersportlern ins Gewissen: «Sie können in diesem speziellen Winter dazu beitragen, das Gesundheitswesen nicht durch leichtsinniges Verhalten zu belasten.»

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