Vermischtes

Tötungsdelikt in Eschenz: Vater der getöteten Kinder war den Behörden bekannt

In diesem Haus in Eschenz (TG) hat am Wochenende ein Mann seine zwei Kinder und sich selbst getötet.

In diesem Haus in Eschenz (TG) hat am Wochenende ein Mann seine zwei Kinder und sich selbst getötet.

Gegen den  Mann, der in Eschenz im Kanton Thurgau seine zwei Kinder und sich selbst getötet hat, lief einst in Schaffhausen ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt. Vier Behörden waren involviert. Es habe aber keine Anzeichen für eine Selbst- oder Fremdgefährdung gegeben.

(gb.) Vergangenen Sonntag hat die Thurgauer Kantonspolizei die Leichen eines Mannes und zweier Kinder in einer Wohnung in der Gemeinde Eschenz gefunden. Gegen den 38-jährigen Deutschen lief im Herbst 2019 ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt, wie die Schaffhauser Behörden am Donnerstag mitteilten. Sie informierten über die Vorgeschichte des Falles, weil die Mutter der Kinder im Kanton wohnhaft ist.

Auf das Verfahren wegen häuslicher Gewalt folgte gemäss Mitteilung eine Wegweisung durch die Polizei und eine psychiatrische Abklärung des Vaters durch die Psychiatrischen Dienste der Spitäler Schaffhausen. Die Eltern der beiden Kinder lebten fortan getrennt, es kam zu einem ordentlichen Eheschutzverfahren vor Kantonsgericht.

Im März jedoch schaltete die Mutter die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) ein wegen eines Konflikts im Rahmen der Trennungssituation. Die Behörden weisen in ihrer Mitteilung mehrmals daraufhin, dass bei keiner der Abklärungen – weder von den psychiatrischen Diensten, noch vom Gericht, noch von der Kesb –Anhaltspunkte auf eine Gefährdung der Kinder durch den Vater bestanden hatten. In der Mitteilung heisst es weiter, das zuständige Departement und alle involvierten Behörden seien zutiefst betroffen über den Vorfall.

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