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St. Galler Staatsanwaltschaft klagt 35-jährigen Algerier wegen Mordes an

Das Mehrzweckgebäude in Heiligkreuz.

Das Mehrzweckgebäude in Heiligkreuz.

Ein 35-jähriger Algerier soll mit einem Küchenmesser 29 Mal auf einen anderen abgewiesenen Asylsuchender eingestochen haben. Die St. Galler Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren.

(pd/nat/rwa) Die Tat soll sich im Februar 2018 in der Gruppenunterkunft für abgewiesene Asylbewerber in Mels SG ereignet haben. Der Mann steht im Verdacht, auf den damals 38-jährigen Ägypter eingestochen zu haben. Das Opfer starb später wegen erheblichen Blutverlustes im Spital.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen erhebt beim Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland Anklage wegen Mordes, Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts, mehrfacher Missachtung der Ein- oder Ausgrenzung und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes. Das teilte sie am Donnerstag mit.

Es wird eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren, eine Busse von 500 Franken sowie eine Landesverweisung von 15 Jahren beantragt. Seit Juli 2018 ist der Beschuldigte im vorzeitigen Strafvollzug.

Am 14. September 2017 hätte der Algerier mit einer polizeilichen Begleitung ausgeschafft werden sollen, schrieb die St.Galler Regierung 2018 in ihrer Antwort auf einen dringlichen Vorstoss. Aufgrund des Verhaltens des Mannes im Flugzeug habe sich der Pilot jedoch geweigert, den Algerier im Linienflug mitzunehmen.

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