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Risikofreudige Hobbysportler müssen bei Unfall mit Leistungskürzungen rechnen

Base-Jumping gehört zu den sogenannten Wagnis-Sportarten. Bei einem Unfall können die Versicherungsleistungen um mindestens die Hälfte gekürzt werden.

Base-Jumping gehört zu den sogenannten Wagnis-Sportarten. Bei einem Unfall können die Versicherungsleistungen um mindestens die Hälfte gekürzt werden.

Das schöne Wetter lädt zum Wandern, Biken oder Klettern ein. Mit der Abenteuerlust nehmen aber auch Unfälle zu und es drohen Kürzungen von Versicherungsleistungen, warnt die Unfallversicherung Suva.

(dpo) Wer den Nervenkitzel sucht, ohne entsprechende Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen, muss bei einem Unfall mit Leistungskürzungen rechnen. Viele Freizeitaktivitäten sind nicht nur mit gesundheitlichen Risiken verbunden, sondern können bei einem Unfall auch massive finanzielle Folgen haben, warnt die Suva in einer Mitteilung vom Dienstag. Passieren bei sogenannten Wagnis-Sportarten Unfälle, können die Geldleistungen um mindestens die Hälfte gekürzt oder sogar ganz abgelehnt werden. Kosten für Rettung, Behandlung, Medikamente oder Transporte dürfen indes nicht gekürzt werden, so die Suva.

Gesetzlich wird bei den Kürzungen zwischen absoluten und relativen Wagnissen unterschieden. Als absolute Wagnisse zählen beispielsweise Base-Jumping, Downhill Biking, Motorradrennen, oder Vollkontakt-Wettkämpfe. Wer solche gefährliche Sportarten betreibt, setzte sich bewusst besonders grossen Risiken und Gefahren aus. Als relative Wagnisse gelten Bergsteigen, Klettern mit ungenügender Ausrüstung, oder Gleitschirmfliegen bei ungünstigen Windbedingungen. Bei diesen Sportarten könne die Gefahr durch die Sportler auf ein vernünftiges Mass reduziert werden.

Die Suva kürzt laut eigenen Angaben jährlich bei rund 200 bis 250 Unfällen die Leistungen wegen aussergewöhnlicher Gefahren und Wagnissen. Die meisten Kürzungen betreffen Unfälle in den Sportarten Motocross, Downhill-Biking, Kampfsport oder beim Schneesport abseits markierter Pisten.

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