Miss Zürich
Zürich bevorzugt Blondinen

Die neue Miss Zürich heisst Michelle Morand, kommt aus Regensdorf – und ist blond. Die beiden brünetten Limmattaler Kandidatinnen schafften es nicht unter die ersten drei.

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Miss Zürich 2009

Miss Zürich 2009

Zur Verfügung gestellt

Sidonia Küpfer

Zürich steht auf blond. Alle fünf bisherigen Miss Zürich hatten helle Haare, und so auch die neue Schönheitskönigin Michelle Morand. Sie wurde zur Nachfolgerin der Uitikerin Alexandra Feybli gewählt.

Die beiden Limmattaler Kandidatinnen gingen leer aus. Ihrer Haarfarbe wollte die Urdorferin Melanie Landolt nicht die Schuld geben. Aber sie gibt zu, dass die Kandidatinnen untereinander gewitzelt hätten, dass es langsam an der Zeit für eine brünette Miss Zürich sei. Und so fordert sie am Tag nach der Wahl die kommenden Kandidatinnen schmunzelnd auf: «Wir Brünetten müssen weiter kämpfen!»

Unter die ersten drei hat es für Melanie Landolt nicht gereicht: Der zweite Platz ging an Irina de Giorgi aus Pfäffikon, den dritten Rang holte Tamara Baumann aus Schmerikon - sie war die bestplatzierte Brünette. Mit ihrem Auftritt im Escherwyss in Zürich war Landolt aber dennoch recht zufrieden, mit einer kleinen Einschränkung: «Das Laufen hätte besser sein können. Ich war nervös, und meine Beine zitterten ein wenig.»

Nach einer kurzen Nacht mit nur drei Stunden Schlaf musste sie am Samstagmorgen bereits wieder zu ihrer Arbeit im Spital Limmattal erscheinen. Dort macht Landolt eine Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit. Weil die Lehrabschlussprüfungen anstehen, wird sie in den nächsten Wochen absorbiert sein. Aber das Modelbusiness reizt die 20-Jährige: «Vielleicht gefällt es mir aber auch deshalb so gut, weil wir es untereinander super hatten.»

Von den guten Beziehungen mit den anderen Kandidatinnen schwärmt auch die andere Limmattaler Kandidatin, die Dietikerin Moira Maruccia. «Lustigerweise hat sich ausgerechnet mit Michelle Morand eine gute Freundschaft entwickelt», sagt die 24-Jährige. Deshalb gönne sie der neu gekrönten Miss Zürich den Sieg auch «von ganzem Herzen».

Weshalb es für sie selbst nicht zum Sieg gereicht hat, konnte Maruccia nicht sagen. Mit ihrem Auftritt sei sie zufrieden. «Vielleicht hätte ich der Jury ein bisschen mehr zulächeln sollen, aber ich war nervös, dann ist das nicht so einfach», meinte die Dietikerin selbstkritisch. Ein kleiner Erfolg bleibt ihr aber, denn nach der Wahl habe eine Modelagentur sie angesprochen.

Michelle Morand darf als Miss Zürich an der Miss-Schweiz-Wahl teilnehmen. Moira Maruccia wird ihr die Daumen drücken: «Sie hat eine super Ausstrahlung und kommt gut an, sie hat bestimmt Chancen auf den Titel.»

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