Schüchtern

Yello-Gründer Boris Blank meidet das Rampenlicht

Dieter Meier (l.) und Boris Blank (Archiv)

Dieter Meier (l.) und Boris Blank (Archiv)

«Mich als Person zu exponieren, ist für mich ein Müssen»: Diese Worte stammen aus dem Mund des Yello-Musikers Boris Blank. Der 62-Jährige sieht sich nicht als Entertainer, sondern als Klangmaler. «Ein solcher hat nichts auf einer Bühne zu suchen», findet Blank.

"Vor Tausenden zu malen", das sei doch läppisch, sagte der gebürtige Berner im Interview mit dem "Tages-Anzeiger". "Nach jedem Pinselstrich über die Schulter in die Menge zu schauen und zu rufen: Hey, schaut her!" Nicht zuletzt damit begründet Blank auch, warum Yello bisher kaum live aufgetreten sind. Es sei doch einfach langweilig, einem Typen auf der Bühne zuzuschauen, wie er mit seinen Apparaten auf der Bühne steht.

Im Gegensatz zu ihm sei Dieter Meier ein Entertainer. "Dieter hat wohl immer ein wenig darunter gelitten, dass ich nie auf die Bühne wollte", mutmasste Blank im Interview. Er sei deshalb froh, dass Meier nun mit seinem Soloprojekt "Out of Chaos" doch noch etwas Bühnenluft schnuppern könne.

Auch Blank arbeitet derzeit an einem Soloprojekt. Mittels Crowdfunding will er die Platte "Electrified" veröffentlichen - eine Sammlung alter Trouvaillen aus der Fundgrube des Klangmalers.

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