Inspiration

Wortartistin Julia Engelmann hört Lieder in Dauerschleife

Hat immer ein Tagebuch in der Tasche, um alles zu notieren, was sie bewegt - daraus entstehen dann ihre Texte: Julia Engelmann. (Archivbild)

Hat immer ein Tagebuch in der Tasche, um alles zu notieren, was sie bewegt - daraus entstehen dann ihre Texte: Julia Engelmann. (Archivbild)

Die deutsche Poetry-Slammerin Julia Engelmann ("Eines Tages, Baby") hört beim Schreiben gern Musikstücke in Dauerschleife. Ein Beispiel sei «Twenty Two Fourteen» der Gruppe The Album Leaf. «Wenn ich so eines gefunden habe, dann kann ich besonders gut schreiben.»

"Dafür führe ich eine Art Collagen-Tagebuch, in das ich alles reinschreibe, was mich bewegt", erklärte die 24-jährige Bremerin im Interview mit der "Heilbronner Stimme" (Freitag).

Sie lasse sich etwa von Videos, Kunst, Postkarten an der Wand und Schriftstellern zu Texten anregen, darunter seien der US-Poet Walt Whitman und die Schriftstellerin Dorothy Parker. "Auch Marina Keegans Essayband "The Opposite of Loneliness" finde ich unheimlich inspirierend."

Engelmann, die am Samstag ihren 25. Geburtstag feiert, schrieb in einem Gedicht: "Eines Tages, Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können." Auf die Frage, wo sie sich selbst im Alter sieht, sagte sie: "Hoffentlich sehr glücklich, auf irgendeiner Bank sitzend, vielleicht am Meer - Enten fütternd und in den Sonnenuntergang guckend."

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