Erst den Brautstrauss vergessen, dann bei strömendem Regen ohne Schirm: Die Nichte der dänischen Königin Margrethe, Nathalie zu Sayn-Wittgenstein, hat am Samstag in Bad Berleburg eine kirchliche Hochzeit mit Hindernissen erlebt.

Am Ende war jedoch alles gut. Eine glückliche Prinzessin und ihr Ehemann Alexander Johannsmann küssten sich nach der Trauung vor der Kirche. Mitglieder des örtlichen Schützenvereins hielten mit Regenschirmen das unfreundliche Wetter fern.

Standesamtlich hatten die beiden bereits im Mai 2010 geheiratet. Das Paar hat einen elf Monate alten Sohn. Trotzdem wurde die kirchliche Trauung gross begangen. Zu der Zeremonie waren 230 Gäste aus dem In- und Ausland nach Nordrhein-Westfalen angereist, darunter Königin Margrethe sowie Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Mary.

Brautstrauss mit Blaulicht geholt

Vor dem Einzug in die Kirche erlebte das Paar allerdings eine Schrecksekunde, wie Augenzeugen berichten: Der Brautstrauss fehlte. Ein Polizeiwagen habe das apricotfarbene Rosengebinde mit Blaulicht aus dem nahe gelegenen Schloss geholt. Bis der Strauss da war, mussten die beiden vor der Tür warten. Nach der Trauung wurden sie dann vor der Kirche vom strömenden Regen überrascht, bis ausreichend Regenschirme zur Verfügung standen.

Zur Trauung trug die 36-Jährige ein cremefarbenes Korsagen-Kleid des dänischen Designers Henrik Hviid und einen Hochzeitsschleier aus irischer Spitze, den seit 1905 alle dänischen Königinnen und Prinzessinnen bei ihren Hochzeiten getragen haben. Die Gästeliste der Hochzeit war bis kurz vor der Zeremonie aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden.

Die Prinzessin ist auch als Sportlerin bekannt. Sie holte als Dressurreiterin bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking mit dem dänischen Team die Bronzemedaille. Neben Mitgliedern des dänischen Königshauses stand auch die Dressurreiter-Kollegin Isabell Werth auf der Gästeliste.