Vor Gericht

«Wir haben uns richtig geküsst!» - Urteil im Fall Hardy Krüger jr.

Leily H. (r) hat vor Gericht einen Teilsieg errungen. Sie darf weiterhin behaupten, der Schauspieler Hardy Krüger Jr. (l) habe öffentlich mit ihr geschmust. (l Archiv, r aktuell)

Leily H. (r) hat vor Gericht einen Teilsieg errungen. Sie darf weiterhin behaupten, der Schauspieler Hardy Krüger Jr. (l) habe öffentlich mit ihr geschmust. (l Archiv, r aktuell)

Eine hartnäckige Verehrerin von Hardy Krüger jr. darf weiterhin behaupten, öffentlich Küsse und Zärtlichkeiten mit dem Schauspieler ausgetauscht zu haben. Das hat das Oberlandesgericht in München am Dienstag entschieden, obwohl es der Frau nicht glaubte.

Der Senat hielt die Schilderungen der Beklagten Leily H. über weite Strecken für unglaubwürdig. Doch das treffe ebenso auf den 50-jährigen Schauspieler zu. Dieser habe sich in eidesstattlichen Erklärungen in Widersprüche verstrickt.

Auch darf Leily H. weiterhin sagen, sie und der Schauspieler hätten "Zukunftspläne" gehabt. Zwei andere Behauptungen allerdings darf die 35-Jährige nicht mehr ungestraft wiederholen: Dass Krüger jr. von ihr geschwärmt und zudem vorgehabt habe, sie an seinem 50. Geburtstag zu heiraten.

Insgesamt ging es um sechs Äusserungen der Münchnerin. In erster Instanz hatte Krüger vor dem Landgericht in zwei Punkten Recht bekommen. Leily H. durfte demnach nicht mehr behaupten, dass sie die Freundin des Schauspielers sei und er mit ihr habe zusammenziehen wollen. In vier Punkten wurde die Klage allerdings abgewiesen, wogegen der Schauspieler Berufung eingelegt hatte.

Leily H. sah sich nach der Verhandlung als Siegerin. "Wir haben uns richtig geküsst! Das darf ich sagen." Sie will Hardy Krüger jr. wegen Verleumdung verklagen. Der Schauspieler war nicht erschienen.

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