Bucheli

Will Wetterfrosch Bucheli uns für dumm verkaufen?

Zürich, Bern, Genf und Basel waren gestern. Heute werden kleine und scheinbar unbekannte Ortschaften auf den Wetterkarten von SF Meteo gezeigt. Die Reaktionen des Zuschauer sind «grausam positiv».

Wissen Sie wo Schweizertor oder Siegershausen liegen? Nicht? Damit sind Sie wohl nicht alleine. Doch der Wetterexperte Thomas Bucheli und sein Team wollen die Geografiekenntnisse von Herrn und Frau Schweizer erweitern. Seit dem 1. Mai werden als Referenzpunkte auf den Wetterkarten von SF Meteo nicht mehr die Städte Basel, Bern, Genf und Zürich gezeigt, sondern kleine Ortschaften. Jeden Tag sind andere zu sehen.

«Mit dem Wechsel der Ortschaften machen wir klar, dass wir die ganze Schweiz mit Wetterprognosen bedienen und nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Basel, Zürich, Bern und Genf», sagt Bucheli gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Die Reaktionen des Publikums gingen massenhaft per Mail ein und seien gemäss Bucheli «grausam positiv».

Neue Strategie weckt Zweifel

Buchelis Konkurrent Peter Wick ist der Meinung, dass Bucheli neuerdings den Eindruck erwecken wolle, SF Meteo könne auch für die kleinen Regionen die gleich guten Prognosen liefern, wie die Regionalsender, welche Wick beliefert. Zudem haue Bucheli manchmal bei den Prognosen für die grossen Tourismusregionen daneben und erhalte schlechte Rückmeldungen. Nun weiche er scheinbar auf Kleinere aus.

Der Marketingchef von Zürich Tourismus zweifelt gar den Nutzen für den Zuschauer an. «Ein minimaler Bekanntheitsgrad bei den Ortsangaben müsste schon gegeben sein, denn bei Orten ganz ohne Wiedererkennungswert bleibt der Zuschauer ratlos», sagt Lauber gegenüber dem «Tages-Anzeiger». (skh)

Meistgesehen

Artboard 1