Trotz den harten Lehrjahren ist der Zirkus dem heutigen Circus-Knie-Direktor nie verleidet. Im Gegenteil: Während der Schulzeit mussten Knie und sein Bruder Rolf regelrecht vom Zirkusbetrieb ferngehalten werden, damit die beiden Jungen sich auf die Schule konzentrieren konnten.

Der "Schweizer Familie" erzählte Knie, sie seien bei einer Pflegefamilie und später im Internat aufgewachsen: "Nicht einmal an den Wochenenden durften wir beim Zirkus vorbeischauen." Die Eltern seien derart strikt gewesen, weil die beiden Buben nach jedem Besuch vor lauter Heimweh in der Schule "keinen geraden Satz mehr zustande brachten".

Heute macht Fredy Knie junior kaum mehr einen Schritt vom Zirkus weg. Ferien braucht der 67-Jährige keine, seine Arbeit mit seinen Pferden bereite ihm viel Freude: "Ausserdem fühle ich mich in den Ferien gegenüber meinen Tieren als Verräter und vermisse sie."