Interviews
Wegen seiner politischen Aussagen: Sponsor VW nimmt Gölä ins Gebet

Der Mundart-Barde Gölä hat in mehreren Interviews der letzten Woche gehörig vom Leder gezogen – und damit in sozialen ­Medien und Leserbriefspalten teils heftige Reaktionen ausgelöst. Auch Sponsor Volkswagen hat den «Büezer der Nation» ins ­Gebet genommen.

Merken
Drucken
Teilen
Die politischen Aussagen von Gölä kommen bei VW nicht gut an.

Die politischen Aussagen von Gölä kommen bei VW nicht gut an.

Keystone

Letzten Montag trafen sich die VW-Verantwortlichen mit dem Gölä-Management, um klarzu­machen, dass politische Äusserungen von Markenbotschaftern nicht goutiert würden.

«Das stiess auf Verständnis. Wir gehen davon aus, dass sich Gölä künftig in der ­Öffentlichkeit nicht mehr so äussern wird», sagt Christian Frey, Sprecher von VW Schweiz, in der SonntagsZeitung.

Und fügt an: «Wir sind nicht erfreut über die aktuellen politischen ­Äusserungen von Gölä und distanzieren uns von diesen.»

Gölä ist seit 2011 Marken­botschafter für den VW-Pick-up Amarok. Unmittelbare Konsequenzen für die Zusammenarbeit haben seine politischen Statements nicht. Gölä habe einen laufenden Vertrag mit VW, betont Frey.

Gölä hatte Ende September im SonntagsBlick gesagt, die Politik in der Schweiz sei ihm viel zu links und polemisiert, er könne "nicht einfach schweigen und zusehen, wie alles, was wir in unserem Land aufgebaut haben, den Bach runtergeht."

Im Interview mit dieser Zeitung sagte er etwa, dass heute "alles möglich, alles okay" sei. "Ob schwul, bisexuell, lesbisch oder sonst was. Wie in Sodom und Gomorrha. Und alles, was noch vor kurzem normal war, gilt heute als spiessig."