Playboy-Buch

Warum Pamela Anderson das Buch von Playboy-Chef nicht lesen will

Pamela Anderson

Pamela Anderson

Wenn andere 83-Jährige aus ihrem Leben erzählen, hört vielleicht bestenfalls noch der Lieblingsenkel zu. Wenn Hugh Hefner das tut, hängen die Menschen an seinen Lippen. So war es auch, als er einen Bildband über die Anfänge des Playboy vorstellte - inklusive Starbesuch von allerlei Blondinen. Sogar Pamela Anderson lief zur Signierstunde auf.

Doch welch Frechheit: Statt mit Hefners Biographie, wurde sie gesichtet, wie sie mit einem Buch, das den unmissverständlichen Titel «The Big Penis Book» trägt, von der Party verschwand. Unsere Recherchen haben ergeben: Das Buch ist im Taschen-Verlag erschienen und beschäftigt sich mit der «uralten Faszination von grossen Phalli». Tja. Leider ist nicht bekannt, ob Pammie stattdessen Hugh - quasi als Trostpflästerchen - eine Privataudienz gestattete.  Immerhin war Häschen Pamela schon 12mal auf dem Cover des "Playboy", und zu Hughs Geburtstag legte sie, barbieblond und drall wie eh und je, schon mal einen flotten Striptease hin.

Klar, Frauen hatten schon Spass daran, Männer zu locken, bevor Hugh Hefner 1953 sein Magazin gründete. Neu am "Playboy" war allerdings, dass die abgebildeten Frauen nicht nach Prostitution aussahen wie in anderen Magazinen, sondern wie die verführerische Nachbarin. Männer, so erklärte Hefner einmal, würden solche Frauen besonders gerne mögen: selbstbewusst, nicht unterwürfig, aber vor allem nicht zu dominant. Freundlich nackt eben.

Alles fängt 1952 an. Der 25-jährige Hugh Hefner arbeitet als Werbetexter für das US-Männermagazin "Esquire". Als ihm eine Lohnerhöhung von fünf Dollar verweigert wird, beschließt Hefner, den Traum vom eigenen Männer-Magazin wahr werden zu lassen. Er verkauft seine Möbel, borgt sich Geld und bringt im Dezember 1953 die erste Ausgabe des "Playboy" auf den Markt, zum Preis von 50 Cent - heute zahlen Sammler für ein gut erhaltenes Exemplar mehr als 5000 Dollar. Das Pin-up der ersten Stunde war übrigend niemand geringerer als Marilyn Monroe.

(cls)

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