TalkTäglich
Wahl-Aargauer Hüppi: «Es wird eine Zäsur in meinem Leben»

Über dreissig Jahre lang bildete Matthias Hüppi mit Bernhard Russi ein eingespieltes Moderatorenteam. An der Ski-WM verabschiedete sich das Duo vom Skizirkus: Der Wahl-Aargauer Hüppi spricht im „Talk Täglich“ über sein Verhältnis zu Bernhard Russi und seine Beziehung zum Aargau.

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„Es war ein absoluter Zufall“, blickt Hüppi auf die Umstände zurück, die dazu führten, dass der St. Galler in den Kanton Aargau nach Berikon umzog. Die Region sei ihm vom damaligen Gemeindeammann empfohlen worden, den er geschäftlich gekannt habe. Mittlerweile hat der SRF-Sportmoderator in der Aargauer Gemeinde Wurzeln geschlagen.

Bereits seit 25 Jahren ist Hüppi mit seiner Familie Wahl-Aargauer. Und trotzdem: Der St. Galler Dialekt ist in der landesweit vertrauten Stimme noch immer unverkennbar. „Wobei, wenn ich in St. Gallen bei meiner Familie bin, komme ich mir rein dialektmässig ein bisschen als Aussenseiter vor“, schmunzelt Hüppi.

Schluss nach 30 Jahren

Seit 1985 begleitete Matthias Hüppi gemeinsam mit Bernhard Russi den Skizirkus für das Schweizer Fernsehen. Das allererste Skirennen als Kommentator zählt der Wahl-Aargauer zu den speziellsten Momenten seiner Karriere. Plötzlich fand sich Hüppi mit dem grossen Bernhard Russi, den er als Fan verehrt hatte, am selben Mikrofon wieder.

Nun fasste Hüppi nach dreissig Jahren Zusammenarbeit im Hinblick auf die Ski-WM in St. Moritz den Beschluss, einen Schlussstrich zu ziehen. „Er hat es vielleicht geahnt, aber nicht gewusst. Und irgendwann war für mich klar, dass dies die letzte Saison sein würde“, erzählt Hüppi über seinen Rückzug aus dem Skizirkus, von dem sein Freund Bernhard Russi zunächst nicht Bescheid wusste.

Unbändige Freude als TV-Journalist

Im „Talk Täglich“ gibt Hüppi Einblicke in das Verhältnis mit Bernhard Russi. Die intensive Beziehung durch den Winter hindurch lasse sich durchaus mit einer Ehe vergleichen, da man gemeinsam unterwegs sei und auch Diskussionen führe, bei welchen man nicht immer derselben Meinung sei. „Es wird eine grosse Zäsur in meinem Leben“, sagt Hüppi.

Durch seine energiegeladene Art zu moderieren wurde Hüppi einst als „Duracell-Hase des Schweizer Fernsehens“ betitelt. Trotzdem kam auch Matthias Hüppi wie viele Moderatoren nicht darum herum, Häme und anonyme Negativkritik über sich ergehen lassen zu müssen. Mit Kaspar Loeb spricht der Kultkommentator darüber, wie er mit Anfeindungen und negativer Kritik umgeht.

Da in Hüppis Karriere stets die positiven Echos überwogen, spricht Hüppi heute dennoch von einer „unbändigen Freude“, wenn er seiner Tätigkeit nachgeht. „Es gab kaum einen Tag an dem ich nicht gerne zur Arbeit ging“, so Hüppi. Künftig möchte der in Berikon wohnhafte St. Galler gerne vermehrt seiner musikalischen Passion nachgehen. (yas)

Die ganze Sendung «TalkTäglich»-Sendung können Sie hier nachschauen:

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