Madonna (60) hatte bei ihrer Live-Darbietung von "Like a Prayer" auf der ESC-Bühne eine Reihe von Tönen nicht getroffen. Zudem hörte sich ihre Stimme teils eher dünn an, als sie mit Augenklappe und einer Art Ritterkostüm auf der Showtreppe auftrat.

Gegen Ende des Auftritts brach sie mit den ESC-Regeln, wonach politische Statements an dem Abend verboten sind. Ein Tänzer hatte beim Lied "Future" Israels Flagge auf dem Rücken. Er ging Hand in Hand mit einer Tänzerin die Treppe hoch, die eine Palästinenserflagge auf dem Rücken trug. Madonna war ausserhalb des Wettbewerbs aufgetreten.

Die Europäische Rundfunkunion, die den ESC international organisiert, stellte nach dem politischen Flaggen-Statement Madonnas klar: "Dieses Element der Show war nicht Teil der Proben, die von der EBU und dem israelischen Ausrichter genehmigt worden waren. Der ESC ist unpolitisch und das hatte man Madonna auch im Vorfeld klargemacht."

Kritik übte die Rundfunkunion auch am Verhalten der Isländer. Die isländische ESC-Band Hatari nutzte den Wettbewerb für eine propalästinensische Botschaft. Die antikapitalistische Band hielt Während der Punktevergabe hielt die Band ausgerollte Banner mit der palästinensischen Flagge in die Fernsehkameras und löste damit Buhrufe im Publikum aus.