Realitätsfern

Versaces Lebensgefährte kritisiert TV-Serie über den Modepapst

Antonio d'Amico, der Gefährte des ermordeten Modeschöpfers Gianni Versace, 1997 bei der Abdankung für seinen Freund. 20 Jahre später wird der Mordfall Versace fürs Fernsehen verfilmt - ganz anders, als es wirklich war, findet D'Amico.

Antonio d'Amico, der Gefährte des ermordeten Modeschöpfers Gianni Versace, 1997 bei der Abdankung für seinen Freund. 20 Jahre später wird der Mordfall Versace fürs Fernsehen verfilmt - ganz anders, als es wirklich war, findet D'Amico.

20 Jahre nach dem Mord am italienischen Modepapst Gianni Versace übt sein Lebensgefährte Antonio d'Amico Kritik an der zehnteiligen Serie von Regisseur Ryan Murphy «The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story». Total realitätsfern, findet er.

"Viele Hypothesen und keine Spur von Realität", kommentierte D'Amico laut der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera". D'Amicos Rolle übernimmt in der Serie Popstar Ricky Martin. In einer Szene umarmt Ricky Martin den sterbenden Versace. So seien die Dinge nicht verlaufen, meinte D'Amico. Er hielt sich in der Villa in Miami auf, als er die Schüsse auf den Modeguru hörte. "Ich rannte auf die Strasse. Gianni lag im Blut. Danach kam es für mich zu einem Blackout. Man trug mich in die Villa, ich sah nichts mehr".

Der venezolanische Schauspieler Edgar Ramirez spielt Versace, während Penelope Cruz in die Rolle von Versaces Schwester Donatella schlüpft. Die Dreharbeiten hatten im April in Los Angeles und in Miami begonnen. Zurzeit wird auch ein Film über Versaces Leben mit Antonio Banderas in der Rolle des Topdesigners gedreht.

Versace wurde am 15. Juli 1997 in Miami mutmasslich vom Serienkiller Andrew Cunanan erschossen, der wenige Tage später auf der Flucht Suizid beging. Donatella Versace übernahm nach dem Tod ihres Bruders die kreative Führung des Modelabels.

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