Literatur

Verleger Philipp Keel will nicht alles umkrempeln

Hängt an Traditionen: Verleger Philipp Keel (Archiv)

Hängt an Traditionen: Verleger Philipp Keel (Archiv)

Verleger Philipp Keel hängt an Traditionen. «Heute sind für mich gerade diejenigen die Rebellen, die sagen, ich erhalte diesen Klub oder diesen Skilift oder diesen Verlag genau so, wie er ist oder renoviere ihn so geschickt, dass man es nicht merkt», sagte er.

Dazu müsse man Idealist sein, erklärte der 45-Jährige, der seit 2012 den von seinem Vater gegründeten Zürcher Diogenes-Verlag leitet. "Wenn es mir ums schnelle Geld ginge, würde ich besser Faltencrèmes, Glückspillen oder Handtaschen produzieren", sagte Keel.

Er habe jedoch schon immer eine starke Affinität zu Büchern gehabt, sagte der Verleger, der früher auch als Künstler, Autor und Filmemacher in Erscheinung trat. Im Verlag setze er auf Beständigkeit, sagte Keel gegenüber der "NZZ am Sonntag".

"Die Geschichten in unseren Büchern sind schon aufregend genug. Beständigkeit ist eine Tugend. Ich werde den Teufel tun, alles umzukrempeln. Was heute fehlt, ist der Mut zur Tradition."

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