Musik

Vergleiche mit grossen Stimmen sind für Ira May Fluch und Segen

Am Freitag erscheint ihr Debütalbum: Ira May (Pressebild)

Am Freitag erscheint ihr Debütalbum: Ira May (Pressebild)

Sie hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich: die neue Schweizer Soulstimme Ira May. Am Freitag veröffentlicht die Baslerin ihr Debütalbum «The Spell». Vom Hype um ihre eigene Person sei sie «überwältigt, aber auch eingeschüchtert» gewesen, sagt die 26-Jährige.

Inzwischen hat sich die Sängerin, die eine Ausbildung als Musikalienverkäuferin sowie zwei Jahre Musik-Akademie und ein Jahr an der Jazzschule Basel hinter sich hat, an Interviews, an die vielen Fragen und an das Posieren für die Fotografen gewöhnt.

Noch immer Mühe bereiten der Musikerin hingegen Vergleiche ihrer Stimme mit etwa jenen von Amy Winehouse oder Lauryn Hill. Das sei Fluch und Segen zugleich: "Einerseits ist es ein Kompliment", sagte May im Gespräch mit der sda. "Aber solche Vergleiche erhöhen den Druck." Sie hoffe, dass sich die Vergleiche irgendwann legen und sie einfach als Ira May anerkannt werde.

Um sich selber zu bleiben, hat May - oder Iris Bösiger, wie die Sissacherin mit bürgerlichem Namen heisst - in den vergangenen Monaten bewusst so viel Zeit wie möglich mit ihrer Familie und ihren Freunden verbracht. "Ich versuche, mir Zeit freizuschaufeln, um mich in meinem gewohnten Umfeld bewegen zu können."

Das wird in den kommenden Monaten wohl nicht einfach werden für die 26-Jährige. Nach dem Release von "The Spell" begibt sich Ira May mit ihrer Band auf ihre erste Schweiz-Tournee.

Im vergangenen Jahr waren Mays Name und ihre Stimme immer öfters in den Medien aufgetaucht. Nachdem sie in einem Musikprojekt des Basler Rappers Black Tiger mitgesungen hatte, nahmen verschiedene Radiosender ihren Song "Let You Go" in ihr Programm auf.

Zu dieser Zeit hatte der deutsche Hip-Hop-Produzent "Shuko" Christoph Bauss (Cro, Snoop Dogg) die Sängerin bereits entdeckt und arbeitete mit ihr an "The Spell". Ihr medialer Erfolg überrollte die Sissacherin also quasi noch bevor sie überhaupt ein Album veröffentlicht hatte. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an "The Spell".

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