Verkehrssicherheit

VCS: Kinder zu Fuss statt mit dem Auto zur Schule begleiten

Kinder profitieren auf dem Schulweg auch in sozialer Hinsicht (Archiv)

Kinder profitieren auf dem Schulweg auch in sozialer Hinsicht (Archiv)

Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr im Auto zur Schule chauffieren, sondern diese zu Fuss dorthin begleiten. Das fordert der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Die Vereinigung hat den «Pedibus» lanciert. Dieser sei ein «Schulbus auf Füssen».

Auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule begleite eine erwachsene Person die Kinder, sagte Christine Steinmann, Projektleiterin Verkehrssicherheit beim VCS, laut Redetext. Angesprochen werden Eltern von Kindern im Alter zwischen vier bis sieben Jahren.

Die erwachsene Person folgt einer vereinbarten Route (Linie) und holt die Kinder zu bestimmten Zeiten (Fahrplan) an definierten Orten (Haltestellen) ab. Die Begleitperson bringt die Kinder nicht nur sicher ans Ziel, sondern macht sie auf Gefahren im Verkehrsalltag aufmerksam und lehrt sie den Umgang damit.

Die Schulwege seien mit der stetigen Verkehrszunahme schwieriger geworden und immer mehr Eltern würden ihre Kinder mit einem Auto zur Schule bringen, ergänzte VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher. Bereits jedes zehnte Kind werde chauffiert und würde sich so die nötigen Verkehrskompetenzen nicht aneignen.

Dabei gehörten gerade Kinder zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern, weil sie noch nicht vollständig einschätzen und verstehen könnten, was sich auf der Strasse abspielt, sagte Teuscher. Kinder bräuchten deshalb mehr als einen Schutzengel, "nämlich die Unterstützung von uns Erwachsenen".

Neben den Verkehrskompetenzen profitierten Kinder auch in sozialer Hinsicht vom Schulweg, sagte Ruth Kaufmann-Hayoz, Direktorin der Interfakultären Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie der Universität Bern. Auf dem Weg könnten sie Konflikte regeln und zwischenmenschliche Kompetenzen stärken.

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