Die Wahl des Milliardärs zum Präsidenten habe ihr das politische Klima in den USA vor Augen geführt. "Ich habe realisiert, wie wichtig es ist, wenn man in einer Demokratie lebt, teilzunehmen", sagte Tufts der Deutschen Presse-Agentur. Das bedeute, auch wählen zu dürfen.

"Nach 26 Jahren Steuern zahlen habe ich gedacht: Vielleicht ist das doch mein Lebensmittelpunkt hier", sagte die 57-Jährige weiter. Beim deutschen Einbürgerungstest im September habe sie alle 33 Fragen richtig beantwortet, da sei sie "eine Streberin" gewesen. Man lerne das ein bisschen wie für die Theorieprüfung beim Führerschein.

Bei der Entscheidung für die deutsche Staatsbürgerschaft habe auch eine Rolle gespielt, dass ihre Mutter vor fünf, der Vater vor 30 Jahren gestorben sei. Tufts hat zwar Geschwister in den USA, ist dort aber nach eigenen Worten nicht allzu oft. "Wenn ich an die Rente denke, dann denke ich an Rügen oder Föhr." Sie sei glücklich und dankbar für ihr Leben in Deutschland.