Paradise Papers

U2-Frontmann Bono «erschüttert» über Berichte über Steuervermeidung

Sänger Bono wäscht seine Hände in Unschuld: Dass seine Finanzverwalter - wie in den Paradise Papers behauptet - bei den Steuern getrickst haben, "erschüttert" ihn. (Archivbild)

Sänger Bono wäscht seine Hände in Unschuld: Dass seine Finanzverwalter - wie in den Paradise Papers behauptet - bei den Steuern getrickst haben, "erschüttert" ihn. (Archivbild)

Der irische Rocksänger Bono hat sich «erschüttert» über Erkenntnisse aus den «Paradise Papers» gezeigt, wonach er Investitionen über Firmen in Steueroasen tätigte. Etwas, das «alles andere als vorbildlich war», sei unter seinem Namen getan worden, erklärte Bono.

Der Frontmann der Rockband U2 bezeichnete sich in einer Stellungnahme zuhanden der britischen Zeitung "Guardian" und der BBC als "passiven" Investoren und betonte, ihm sei versichert worden, dass die Firmen sich voll und ganz an die Steuervorschriften hielten.

Der Sänger, der sich seit Jahren für den Kampf gegen Armut in Entwicklungsländern einsetzt, begrüsst nach eigenen Angaben die neuen Enthüllungen über Steuertricks von Firmen. "Tatsache ist, dass ich die Berichte begrüsse", erklärte er und forderte öffentlich zugängliche Register in den Steuerparadiesen. "Ich nehme diese Sache sehr ernst. Ich habe mich immer dafür ausgesprochen, dass Besitzer von Offshore-Firmen transparent agieren."

Bono, der mit richtigem Namen Paul David Hewson heisst, investierte den Dokumenten zufolge über Firmen in den Steuerparadiesen Malta und Guernsey in ein Einkaufszentrum in Litauen.

Rund anderthalb Jahre nach den "Panama Papers" waren durch ein neues Datenleck am Sonntag die Steuertricks von Politikern, Konzernen und Superreichen in aller Welt offengelegt worden. Die "Paradise Papers" waren der "Süddeutschen Zeitung" zugespielt und ein Jahr lang von einem internationalen Team aus fast 400 Journalisten ausgewertet worden.

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