Susanne Wille
TV-Ladys schulterfrei in Mumbai: Kritik an Susanne Wille

Susanne Wille und Patricia Laeri lebten für die aktuelle «10 vor 10»-Serie «Im Schatten der Glitzermetropole Mumbai» eine Woche in Indien. Um hautnah zu berichten, wohnten Wille und Laeri selbst in Dharavi, einem der grössten Slums der Erde. Dabei trug Susanne Wille ein schulterfreies Trägershirt - und das weckt jetzt Kritik.

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Susanne Wille und Patrizia Laeri

Susanne Wille und Patrizia Laeri

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Rekha Datta (22), Vize-Miss Schweiz mit indischen Wurzeln, sagt in der Zeitung «Sonntag»: «Einmal pro Jahr besuche ich meine Familien in Kalkutta, doch trotz Hitze kann ich mich da auf keinen Fall mit kurzen Hosen oder einem Trägershirt zeigen, das wird sofort als sexuell aufreizend empfunden.» Sie findet: «Andere Länder, andere Sitten - das muss man respektieren.»

Bei der schweizerischen Krishna-Gemeinschaft in Zürich heisst es ebenfalls: «Es ist zwar nicht so ausgeprägt wie in der islamischen Kultur, doch in Indien sollten die Frauen auf keinen Fall bein- oder schulterfrei herumlaufen - das ist verpönt und zeugt von wenig Respekt gegenüber der indischen Kultur», so Bruder Martin.

Susanne Wille findet nicht, dass sie zu viel Haut zeigte: «Ich war mir dieser Problematik bewusst. Wir hatten das Thema der Kleidervorschriften schon im Zusammenhang mit der Iran-Reportage diskutiert.» Selbstverständlich habe sie sich den lokalen Gepflogenheiten in Dharavi angepasst, «aus Respekt meinen Interviewpartnern gegenüber».

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