Der gefallene Engel

Total irr: Charlie Sheen flippt aus

Charlie Sheen  (Archiv)

Charlie Sheen (Archiv)

Er ist der personifizierte Radaubruder. Aber mit seinem Auftritt nach dem definitiven Rausschmiss aus der Erfolgsserie «Two an a Half Men» brach Sheen sogar seine eigenen Rekorde.

Man ist sich ja so einiges gewohnt von ihm. Saufen bis ins Koma, Blowjobs auf der Strasse, Schneespuren im Gesicht und Edelnutten, die er in der Toilette eisnchliesst.

Charlie Sheen hat aus seinen Eskapaden nie einen Hehl gemacht. Nun hat der bestbezahlte Seriendarsteller der USA (genauer: Ex-bestbezahlte Seriendarsteller) sich selbst übertroffen. Der Sender CBS warf ihn raus, weil Sheen auf seinen Hauspartys mit Pornostars haufenweise Kokain verteilte, was der Sender als «moralisch verwerflich» taxierte.

Den definitiven Rausschmiss kommentierte Sheen auf einem Blog ganz cool mit «Endlich bin ich frei. Und muss diese peinlichen T-Shirts nicht mehr anziehen.» Dazu erfolgte ein Auftritt auf einem Sendergebäude, an der Seite seiner neusten Braut Natalie Kenly und im Anzug, bei dem er aus der Flasche trank - deren sinnige Inschrift «Tigerblut» lautet - und wedelte dazu mit der Machete.

Sheen streitet jetzt mit CBS - um Geld natürlich. Mit gutem Grund: Nicht nur sein Lebensstil, auch seine drei Ex-Frauen und vier Kinder schlagen ihm gehörig aufs Portemonnaie. Vielleicht hat das Enfant terrible von Hollywood ja bereits eine neue Einnahmequelle: das Netz. Nur eine Woche nach der Eröffnung seines Kontos auf Twitter hat Sheen schon zwei Millionen Followers. Via Twitter sucht er jetzt einen «Social Media»-Gehilfen. Auch eine eigene Show hat er eingerichtet, «Charlie Sheen's Korner» heisst sie. Und zeigt einen ziemlich tief gefallenen, fluchenden Alt-Star. Ach ja: T-Shirts will er auch noch entwerfen. (cls)

Meistgesehen

Artboard 1