Während Bruder Ueli seit seiner Pensionierung vor sieben Jahren zurückgezogen lebt, viel reist und das Grossvater-Dasein geniesst, denkt Tinu Heiniger nicht im Traum daran, mit dem Musikmachen aufzuhören. Dass Letzterer ein Buch über seine Kindheit und Jugendzeit im Emmental geschrieben hat, kommentiert Ueli mit: "Öffentliche Diskussionen über unsere Kindheit langweilen mich."

Doch so unterschiedlich die Brüder auch sind: Im Alltag kommt es immer wieder zu Verwechslungen. Wie sie dem "Migros-Magazin" berichteten, liege das nicht nur an der optischen Ähnlichkeit, sondern auch am "Berner Sound" und ihrer ähnlichen Stimme. Sogar ihr Mutter habe stets Mühe gehabt, die beiden am Telefon auseinanderzuhalten.

Mit seinem zwei Jahre älteren Bruder verwechselt zu werden, stört den 67-jährigen Tinu Heiniger nicht. Er habe Ueli sein Leben lang für seine guten Ideen bewundert. "Im Winter holte er den Gartenschlauch und machte für uns auf der Terrasse eine Eisbahn, ein andermal baute er mit Leiterwagen und Leintuch ein Segelschiff und segelte damit die Strasse hinauf."