Zwei Studierende des Departementes für Umweltwissenschaften der ETH Zürich, Christine Rupflin und Marthin Brüllhardt, haben den neuen Garten im Natur- und Tierpark Goldau konzipiert. Sie stiessen dabei auf rund 200 Wildpflanzen, deren Namen auf Bär oder Wolf verweisen - von Bärenbirn bis Wolfsdistel.

Für Goldau wurde die Zahl der Pflanzen aber eingeschränkt, wie der Tierpark mitteilte. Der Garten soll nämlich möglichst ohne Pflege gedeihen. So blieben letztlich 27 Pflanzen. Gewählt wurden jede, deren Namen am klarsten auf die Tiere verweisen und die am besten kultivierbar sind

Oft erhielten Pflanzen ihren Namen, weil sie an einen Teil eines Tieres erinnern - etwa die Wolfsklaue oder das Bärenöhrli. Acontium vulparia (gelber Eisenhut), die giftigste Pflanze der Schweiz, bekam ihren Namen indessen, weil ihre Wurzelknolle in rohes Fleisch gewickelt wurde, um Wölfe zu vergiften.

Das Verhältnis zu Wolf und Bär war schon früher ambivalent. Pflanzen mit Wolfsnamen drücken oft Angst vor dem Tier aus oder sind abschätzig. Jene mit Bärennamen zeugen von Respekt und bezeichnen häufig Pflanzen mit medizinischer Wirkung. Doch die Namen erinnern auch an ein nahes Zusammenleben mit den Menschen.