Doch für die Patientin bestehe keine Gefahr. "Es kann gefährlich sein, wenn man sich in grosser Höhe aufhält, aber ist man wieder auf niedrigerer Höhe, geht die Erholung schnell. Martina geht es gut und das wird so bleiben", sagte er.

Navratilova verliess ihre Gruppe auf Anraten der Teamärztin, teilte die Laureus-Stiftung, die mit der Aktion Geld sammeln will, am Freitag mit. Nach dem Entschluss zur Umkehr wurde Navratilova von Bergführern zu einem medizinischen Stützpunkt am Fuss des Berges gebracht. "Ich bin enttäuscht, diese erstaunliche Reise nicht beenden zu können", teilte die Rekord-Wimbledon-Siegerin mit. "Es war etwas, was ich schon so lange machen wollte. Aber es sollte nicht sein."

Schnee und Wind erschwerten den Aufstieg

Die Gruppe hatte zu dem Zeitpunkt von Navratilovas Umkehr das Horombo Camp in 4'500 Metern Höhe erreicht. Der Ex-Tennisstar habe aber schon seit mehreren Tagen Schwierigkeiten gehabt, sich an die Höhe zu gewöhnen, hiess es. Hinzu kämen für die Jahreszeit ungewöhnliche Schneestürme und kalter Nebel, die der Gruppe zu schaffen machten.

Die verbleibenden Mitglieder der Gruppe setzten den Weg zum Gipfel des höchsten afrikanischen Berges den Angaben zufolge fort. Am Samstag wollten sie dort angekommen sein.

Navratilova hatte vorher die Befürchtung ausgesprochen, dass ihr die Höhe bei der Besteigung des 5'895 Meter hohen Gipfels möglicherweise zusetzen werde. Sie sei noch nie höher als 4'000 Meter gestiegen. Sie habe "panische Angst" davor, den Gipfel nicht zu erreichen, "denn dann wird das die ganze Welt erfahren", sagte sie am vergangenen Wochenende.

Die 54-Jährige war an Brustkrebs erkrankt und musste sich in diesem Jahr einer Behandlung unterziehen. Nach der Entfernung des Knotens und einer Strahlentherapie sei sie aber wieder "so gut wie neu", sagte sie im Oktober.