Erbstreit

Teilerfolg für Kinder im Streit um Erbe von Rockidol Hallyday

Johnny Hallydays Kinder David (r) und Laura (M) haben vor Gericht erwirkt, dass Hallydays Witwe Laeticia (l) vorerst kein Zugriff aufs Erbe hat. (Archivbild)

Johnny Hallydays Kinder David (r) und Laura (M) haben vor Gericht erwirkt, dass Hallydays Witwe Laeticia (l) vorerst kein Zugriff aufs Erbe hat. (Archivbild)

Im Rechtsstreit um das Erbe von Frankreichs Rockidol Johnny Hallyday haben seine beiden ältesten Kinder gegenüber der Witwe des Toten einen vorläufigen Erfolg errungen. Der Grossteil von Hallydays Besitz darf vorerst nicht angetastet werden.

Es bestehe das Risiko, dass sonst der gesamte Besitz des Sängers an seine Witwe übergehe, argumentierte der zuständige Richter in Nanterre bei Paris.

Hallyday war im Dezember 2017 im Alter von 74 Jahren an Krebs gestorben. Die beiden ältesten Kinder Hallydays fechten die Gültigkeit seines Testaments an. Das Papier schliesst die beiden Nachkommen faktisch als Erben aus. Laut dem Radiosender "France Info" hegen sie den Verdacht, dass ihr Vater das Testament unter Druck verfasst oder dessen Folgen nicht verstanden hat.

Hallydays Witwe Laeticia darf wegen der Verfügung des Gerichts nun zwei Anwesen in Frankreich nicht verkaufen. Ausserdem müssen vorerst alle Einnahmen, die durch Lizenzgebühren für Johnny Hallydays Musik anfallen, einbehalten werden. Laut dem Anwalt Laeticias ist allerdings das Vermögen Hallydays, das sich in Amerika befindet, nicht von der Gerichtsentscheidung betroffen.

Gescheitert sind die beiden ältesten Kinder des Sängers mit ihrer Forderung, bei der Veröffentlichung eines posthumen Albums Hallydays künstlerisch mitreden zu dürfen. Die Platte soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Hallyday galt in Frankreich als Ausnahmekünstler. Wenige Tage nach seinem Tod zogen ihm zu Ehren Hunderttausende Menschen durch Paris, Präsident Emmanuel Macron persönlich hielt eine Trauerrede auf das Idol.

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