Er fände es gut, wenn die Branche wieder zurück zu ihren Wurzeln fände, "als noch aus Freude tätowiert wurde - nicht wegen des Geldes", wird Gitano von SRF online zitiert. Das Können der zeitgenössischen Tätowierer sei zwar "beeindruckend", aber "sie nehmen sich einfach zu wichtig".

Es herrsche ein gnadenloser Konkurrenzkampf und Solidarität gebe es nicht mehr. "Früher haben sich Tätowierer gegenseitig ausgeholfen, zum Beispiel wenn jemandem die Nadeln ausgegangen sind - und die waren damals nur in England erhältlich -, fuhr ein Berufskollege durch die Stadt und hat ihm eine von seinem Studio gebracht."

Bei Kunden stört ihn, dass viele keinen Bezug mehr hätten zu ihren Motiven. Für ihn selber seien seine Tattoos dagegen eine Art Memoiren: "Jede einzelne Tätowierung hat ihre Geschichte und etwas ganz Persönliches. Jedes Bild ist eine Erinnerung an ein Erlebnis, eine Erfahrung oder an einen Menschen."