Bei der zweistündigen Zeremonie in der Ortschaft Svay Rolum, 20 Kilometer südlich der Hauptstadt Phnom Penh, segneten zwei buddhistische Mönche die beiden Schlangen, die in dem südostasiatischen Land als magische Glücksbringer gelten.

Die Dorfbewohner bewarfen das 4,80 Meter lange und 90 Kilogramm schwere Weibchen "Chamrouen" und das etwas kleinere Männchen "Kroung Pich" mit Blumen.

"Wir haben diese beiden Pythons vermählt, um um Gesundheit und Wohlstand in unserem Dorf zu bitten", sagte "Chamrouens" Besitzer, der 41-jährige Neth Vy. "Wahrsager haben uns erklärt, dass die beiden Pythons Mann und Frau sind und dass sie zusammenleben müssen und dass wir vom Unglück verfolgt sein werden, wenn wir sie nicht verheiraten."

Neth Vy hat die damals noch winzige "Chamrouen" nach eigenen Angaben vor 16 Jahren beim Fischen gefunden. Er habe die Schlange als Haustier aufgenommen, und seitdem hätten sich die Lebensumstände seiner Familie ständig verbessert, und sie sei von Unglück verschont geblieben.

Die männliche Python "Kroung Pich" wurde vor knapp zwei Wochen von einer 44-jährigen kinderlosen Frau gefangen, die das Tier nach eigenen Angaben als ihren Sohn betrachtet.