Astronomie

Superteleskop «Herschel» zeigt Sterngeburten

Grafik des Telekops Herschel

Grafik des Telekops Herschel

Knapp zwei Monate nach seinem Start hat das europäische Weltraumteleskop «Herschel» erste Testaufnahmen mit allen seinen Instrumenten gemacht.

Die Infrarotbilder zeigen etwa Sterngeburten, die Zentren von Galaxien und Planetensysteme, wie die Europäische Raumfahrtagentur ESA in Paris mitteilte. Die Infrarotstrahlen, die "Herschel" aufzeichnet, könnten Gas- und Staubwolken durchdringen, die optischen Teleskopen den Blick verstellen, betonte die ESA.

Das nach dem Astronomen William Herschel (1738-1822) benannte High-Tech-Instrument kann somit viel tiefer und genauer ins Weltall blicken als bisherige Beobachtungsstationen. Es hatte bereits Mitte Juni erste Bilder aus dem All gesandt und damit nach Einschätzung der ESA "alle Erwartungen übertroffen".

Mit dem Infrarot-Teleskop wollen die Astronomen unter anderem die ersten Sterne des Universums anvisieren und in die Staubkokons entstehender Sonnen spähen. Im Idealfall wird "Herschel" bis weit ins Jahr 2013 Daten sammeln und damit die offizielle Lebensdauer von 3,5 Jahren deutlich überschreiten.

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