Michael Schumacher

Stabil, aber kritisch: Michael Schumacher schwebt weiterhin in Lebensgefahr

Weiterhin in Lebensgefahr: Michael Schumacher. (Archiv-Bild von 2012)

Weiterhin in Lebensgefahr: Michael Schumacher. (Archiv-Bild von 2012)

Der Zustand von Michael Schumacher ist unverändert kritisch. Dies gab Sabine Kehm, die Managerin des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters, in einer Stellungnahme am Samstag bekannt.

Der Zustand von Michael Schumacher ist unverändert kritisch: Nach einem weiteren Tag voller Spekulationen gab Sabine Kehm, die Managerin des schwer verletzten Formel-1-Rekordweltmeisters, diesen aktuellen Stand der Dinge bekannt.

Offenbar unter dem Einruck immer neuer Gerüchte änderte sie ihre angekündigte Informationspolitik - eigentlich wollte sie sich nach einer chaotisch verlaufenen Fragerunde am Mittwoch nur noch dann zu Wort melden, sollte sich der Zustand Schumachers verändern.

Dies war auch am Samstag, sechs Tage nach Schumachers schwerem Ski-Unfall und fünf Tage nach seiner zweiten und bislang letzten Operation, nicht der Fall. "Michaels Zustand ist unverändert kritisch, wenn auch stabil. Wir betonen ausdrücklich, dass jegliche Information über seinen Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammt, nicht valide und reine Spekulation ist", teilte Kehm aus der Universitätsklinik in Grenoble mit.

Weiterhin Lebensgefahr – Kehm widerspricht Medienberichten

Kehm bezog sich damit offenbar auf vor allem in Frankreich kursierende Presseberichte, denen zufolge sich der am Sonntag verunglückte Schumacher ausser Lebensgefahr befände. Mit einer weiteren Pressekonferenz sei laut Kehm nicht vor Montag zu rechnen.

Es ist die erste Auskunft von offizieller Seite zum Gesundheitszustand des verunglückten ehemaligen Rennfahrers seit dem vergangenen Mittwoch. Auch da hatte sich Kehm geäussert, vor dem Klinikeingang war es in Anwesenheit von mehr als 100 Journalisten bei der kurzfristig einberufenen Runde zu chaotischen Szenen gekommen.

Am Samstag stellte die Managerin nun klar, dass es nichts Neues zu berichten gebe. Demnach liegt Schumacher, der bei einem Skiunfall am Sonntag ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, weiter im künstlichen Koma und befindet sich in Lebensgefahr. Auch einen dritten Eingriff hat es demzufolge nicht gegeben. Am späten Montagabend hatten sich die Mediziner dazu entschlossen, eines der zahlreichen Hämatome aus Schumachers Gehirn zu entfernen, weil dessen leicht verbesserter Gesundheitszustand den Eingriff zuliess.

Michael Schumacher nach Skiunfall im Koma

Michael Schumacher nach Skiunfall im Koma

Familie übergab Helmkamera freiwillig

Auch im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Helmkamera, die Schumacher während des Unfalls getragen hatte und die mittlerweile von den französischen Ermittlungsbehörden untersucht wird, äusserte sich Kehm. "Die Familie hat den Untersuchungsbehörden Michaels Helmkamera übergeben, allerdings freiwillig im Rahmen der Untersuchungen. Dass dies gegen den Willen der Familie geschehen ist, ist unwahr", schrieb Kehm, die die Journalisten erneut eindringlich aufforderte, die Privatssphäre der Familie zu achten.

Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte am Freitag berichtet, die Polizei hätte die Kamera beschlagnahmt. Nach Informationen aus Ermittlerkreisen, schrieb die französische Nachrichtenagentur ausserdem, seien Schumachers 14-jähriger Sohn und ein Freund des Jungen vernommen worden sein. Beide waren dabei gewesen, als sich der Unfall im Skigebiet von Méribel in Savoyen in den französischen Alpen ereignete.

Gerührte Familie

An Schumachers 45. Geburtstag am Freitag hatten sich zahlreiche Fans, vor allem italienische Ferrari-Tifosi, vor der Klinik in Grenoble versammelt, um ihrem Idol Genesungs- und Geburtstagswünsche zu überbringen. Die Familie zeigte sich vom Auflauf gerührt: "Die unglaubliche Anteilnahme der Ferrari-Fans heute vor dem Krankenhaus hat uns schlichtweg überwältigt und zu Tränen gerührt. Wir sind zutiefst dankbar, auch für die übrigen Glückwünsche, die uns erreichen", hiess es in einem Statement auf der Homepage Schumachers.

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