Wie die die Schauspielerin und Ehefrau des zweifach Oscar-nominierten Kollegen Will Smith am Montag in einem Facebook-Video sagte, seien sie "würdevolle Menschen, und wir sind mächtig." Will Smith ging in diesem Jahr wie alle anderen afroamerikanischen Schauspieler bei den Nominierungen leer aus.

Der Regisseur Lee, dem im vergangenen Jahr ein Ehren-Oscar verliehen worden war, schrieb bei Instagram: "Wie ist es möglich, dass zum zweiten Jahr in Folge alle 20 Anwärter in der Schauspielkategorie weiss sind?" Das wahre Problem sei jedoch nicht beim Filmpreis zu suchen, sondern in den Büros der Hollywood-Studios. Dort werde entschieden, welche Filme gemacht würden.

Die afroamerikanische Präsidentin der Oscar-Akademie, Cheryl Boone Isaacs, äusserte sich am Montag in einer Mitteilung betrübt über die fehlende Vielfalt bei den Nominierten. Sie sei untröstlich und frustriert, schrieb sie. Die Akademie unternehme dramatische Schritte, um ihre Mitgliederschaft vielfältiger werden zu lassen. Es sei Zeit für grosse Veränderungen. Die rund 6000 Mitglieder der Akademie entscheiden über Oscar-Nominierungen und -Gewinner.