Im Sommer 2014 war es soweit - der damals 46-Jährige mit dem sperrigen Namen Felipe Juan Pablo Alfonso de Todos los Santos de Borbón y Grecia bestieg als jüngster Monarch Europas den Thron.

Er bringe "die Reife, die Vorbereitung und das nötige Verantwortungsbewusstsein" für das Amt mit, sagte sein skandalgebeutelter Vater Juan Carlos, als er überraschend seine Abdankung verkündete.

In den vergangenen dreieinhalb Jahren ist das spanische Königshaus nach den unruhigen letzten Juan-Carlos-Zeiten - die unter anderem von einer umstrittenen Elefantenjagd in Botsuana geprägt waren - in stillere Fahrwasser gekommen.

Mit Felipe ist ein besonnener und pflichtbewusster Mann in die Monarchenrolle geschlüpft, der das Land ohne grosses Tamtam und bisher ohne Allüren, Marotten und Eklats führt.

Nur bei wenigen Dingen hat er sich quer gestellt: So etwa, als er am 22. Mai 2004 gegen den Widerstand seiner Eltern die schon einmal geschiedene Journalistin Letizia Ortiz Rocasolano heiratete, eine moderne Bürgerliche, die nach Auffassung des Vaters nicht recht ins steife Protokoll passen wollte.

Mit der zierlichen, modebewussten Letizia hat der König zwei Kinder: Die 2005 geborene Kronprinzessin Leonor und die 2007 zur Welt gekommene Infantin Sofía.