Angaben zu seinen "Lebensgewohnheiten" zu veröffentlichen "erleichtert nicht gerade die Arbeit der Polizisten, die für meinen Schutz verantwortlich sind", sagte der Skandalautor der Nachrichtenagentur AFP. Journalisten könnten mit solchen Artikeln "gefährlich" werden.

"Le Monde" hatte vergangene Woche eine sechsteilige Artikelserie über Frankreichs wohl bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller veröffentlicht. Dessen neuester Roman "Unterwerfung", in dem ein Muslim französischer Präsident wird, war am Tag des islamistischen Anschlags auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" Anfang Januar auf den Markt gekommen.

Die Artikelserie bei "Le Monde" sorgte schon vergangene Woche für Wirbel. Houellebecq weigerte sich im Vorfeld, mit der "Le Monde"-Autorin Ariane Chemin zu sprechen und rief Bekannte auf, seinem Beispiel zu folgen und auch vor Klagen nicht zurückzuschrecken.

Zur Begründung erklärte Houellebecq am Montag, er habe keine Probleme mit "Le Monde"; Chemins Artikel und Bücher seien ihm aber wegen ihres "sehr niedrigen Niveaus" aufgefallen. Mit Blick auf seine Sicherheit warf Houellebecq der Journalistin unter anderem vor, in der Artikelserie den Supermarkt zu beschreiben, in dem er einkaufen geht. Chemin betonte gegenüber AFP, sie habe nichts geschrieben, was nicht schon bereits bekannt gewesen sei.