"Publikumsreaktionen kann man nicht beeinflussen", sagte Sina im Interview mit der sda. Sich dessen bewusst zu sein, mache ruhiger. "Ich bin in dieser Hinsicht ziemlich entspannt, konzentriere mich auf meine Vorstellungen von guter Musik". Die Sängerin ("Ich schwöru", "Wa du bisch") veröffentlicht am Freitag ihr 11. Album. Seit über 20 Jahren ist sie fester Bestandteil der Schweizer Musikszene.

Wenn es darum geht, andere Musiker ins Boot zu holen, geniesst die 48-Jährige eine privilegierte Stellung. "Ich bin Fan davon, mit Leuten zu arbeiten, die musikalisch etwas anderes machen. Man inspiriert sich so auch gegenseitig", so Sina. "Oft rufe ich dann einfach an, wenn ich mit jemandem arbeiten möchte. Bis jetzt hat das sehr gut funktioniert."

Für "Tiger & Reh" hat Sina unter anderem mit Mundartsänger Adrian Stern zusammengearbeitet. "Ein Glücksfall", meint sie. Denn für das folkige, das "countryeske", das ihr neustes Werk auszeichne, sei er genau der Richtige. Im Studio habe es zahlreiche "spontane kreative Momente" zwischen den Musikern gegeben. "Die waren zum Teil sehr lustig. Doch: Ausufernde Spass-Sequenzen sind nur für den Privatgebrauch vorgesehen."