Landleben

Sina geniesst die kreative Langeweile im Aargau

Ihre Heimat verliess Sina schon mit 18 - doch sie ist immer noch stolz, Walliserin zu sein (Archiv)

Ihre Heimat verliess Sina schon mit 18 - doch sie ist immer noch stolz, Walliserin zu sein (Archiv)

Seit fünf Jahren wohnt Sina auf dem Land - und langweilt sich dort. Das findet sie durchaus positiv: «Dort, wo sich die Menschen langweilen, entsteht mehr Kreativität», sagt die Walliser Sängerin, die lange in Genf und Zürich lebte.

"Auffällig ist zum Beispiel, dass erfolgreiche Bands meist aus Vororten kommen und seltener aus urbanen Gegenden", fügt Sina in einem Interview mit der Zeitschrift "Schweizer Familie" an. In den Aargau ist die 44-Jährige allerdings nicht deswegen gezogen, sondern wegen ihrem Mann Markus, der aus der Gegend stammt.

Ihre eigene Heimat, das Wallis, verliess Sina bereits mit 18 Jahren. Sie habe erkannt, dass sie dort nicht mehr weiterkomme, erzählt sie. "Es gab zum Beispiel keine Musikschule." Geblieben seien ihr aber eine tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat und "der Stolz, Walliserin zu sein".

Weggehen - das wollte Sina schon sehr früh: Bereits als Elfjährige wollte sie von zu Hause abhauen. Gemerkt habe das allerdings keiner, denn sie habe es nicht weit geschafft, wie sie zugibt. "Ich kam nur bis zum Bahnhof, in meiner Tasche ein Fünfziger und ein Apfel", erzählt die Sängerin. "Als der Schalterbeamte meinte, die Fahrt koste einsfünfzig, lief ich wieder nach Hause."

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