Sektenführerin

«Sie ist in eine schönere Welt eingezogen»: Rund 150 Anhänger erweisen Uriella die letzte Ehre

Ein weisser Sarg für Uriella

Ein weisser Sarg für Uriella: Sektenoberhaupt von Fiat Lux beerdigt

Gegen 150 Fiat-Lux-Anhänger sind heute ins süddeutsche Ibach gereist, um ihrer spirituellen Führerin Uriella die letzte Ehre zu erweisen. Unter den Trauergästen war auch Uriellas Ehemann Icordo.

Letzten Sonntag ist die Sektenführerin Uriella im deutschen Schwarzwald, wo sie bis zuletzt gelebt hatte, gestorben. Dort fand heute Freitag auch die Beerdigung der spirituellen Führerin der religiösen Bewegung Fiat Lux statt. 

Gegen 150 Anhänger des Ordens – allesamt komplett weiss gekleidet – reisten ins süddeutsche Ibach und erwiesen Uriella die letzte Ehre. In einem weissen Sarg, der mit weissen Blumen geschmückt war, wurde die Verstorbene zu Grabe getragen. Die gut zweistündige Trauerfeier ging mit einer Segnung durch Uriellas Ehemann Icordo zu Ende. 

Uriella hatte den Fiat-Lux-Orden in der Schweiz gegründet und war mit ihm dann ins deutsche Ibach gezogen. Sie verschrieb sich der Missionierung und kündigte mehrfach den Weltuntergang an.

Die christlichen Kirchen stufen «Fiat Lux» als Sekte ein. Wegen juristischer Auseinandersetzungen beschäftigten sich mehrfach Gerichte mit der Sekte und deren Gründerin. Wegen Zoll- und Steuerhinterziehung wurde Uriella 1998 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Uriella, die von sich behauptete, Sprachrohr Gottes zu sein, besass seit 1983 eine Bewilligung als Heilpraktikerin in Appenzell Ausserrhoden. Die Sektenchefin führte eine «mediale naturärztliche» Praxis in Schwellbrunn AR. In den 1990er Jahren geriet sie damit in Konflikt mit Gesetzen und Behörden. (luk/sda)

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