Die neue Internetseite www.lepharebleu.com des gleichnamigen Boutique Hotels macht Lust auf Strandferien in der Karibik. Falls Sie die bekannte Besitzerin kennen lernen möchten und gleich online buchen wollen: Im Januar, Februar, März und auch im April hat es noch viele freie Zimmer – und dies, obwohl die Hochsaison nur noch bis zum 12. April dauert.

Erschaffen aus dem Nichts wurde das traumhafte Resort in der Bucht Petit Calivigny von Jana Caniga (51), dem ehemaligen Aushängeschild der SRF-Newssendung «10vor10». Vor rund sechs Jahren wanderte sie aus, um ein neues Leben zu beginnen und sich ihren Karibik-Traum zu erfüllen. Nach einem langen Kampf gegen einen benachbarten Millionär und viel Stress mit Baufirmen, wurde Le Phare Bleu letztes Jahr komplett fertiggestellt.

Der Bau der 14 Bungalows und zwei Restaurants mit Pool und eigenem Hafen verschlangen rund acht Millionen Franken. Die ehemalige TV-Frau und ihr Ehemann Dieter Burkhalter (49) steckten ihr ganzes Privatvermögen in das Projekt – zudem erhielten sie von Burkhalters Familie einen Millionen-Kredit.

«Hätten wir das Ganze mit Banken finanzieren müssen, würden wir jetzt sehr schwitzen und ins Strudeln kommen, denn Grenada musste vor allem im letzten Jahr im Tourismusbereich enorme Einbussen einstecken.

Dies spüren wir natürlich auch», gesteht Dieter Burkhalter am Telefon gegenüber dem «Sonntag». Die Schuld des starken Besucher- und Buchungsrückgangs schiebt er den Fluggesellschaften zu: «Immer mehr Airlines streichen Grenada von ihrer Liste, neben der Condor will künftig auch Monarch Airlines die Destination streichen.

Darunter leiden hier viele sehr. Weniger Flüge gleich weniger Touristen.» Dabei wäre es gerade jetzt wichtig, dass der Hotelbetrieb der beiden Auswanderer genügend Geld abwirft – nicht nur für die Löhne der 42 Angestellten und den Unterhalt der Anlage, sondern vor allem auch für die laufenden Zinsen und die Amortisation des hohen Familienkredites.

Dieter Burkhalter zur aktuellen Situation: «Zum Glück sind wir da nicht so unter Druck und haben sehr tiefe Zinsen.» Positiv sei dafür, dass vor allem die zwei Restaurants und der Jachthafen Geld abwerfe. Dies dank den Einheimischen und den vielen Seglern, die Halt machen. Das mache grossen Spass, vor allem Ehefrau Jana Caniga liebt den Umgang mit den Gästen – die Aufgabe als Gastgeberin und Managerin ist ihr nicht fremd: Nach neunjähriger Arbeit beim Schweizer Fernsehen und drei Jahren als Chefin des Migros-Kulturprozents führte sie drei Jahre lang den «Ochsen» in Wetzikon im Zürcher Oberland. Mit dem «Ochsen» wollte es seinerzeit jedoch nicht richtig klappen.

Aber egal was kommen mag, das Paar hat sich fest vorgenommen, in seinem Inselparadies gemeinsam alt zu werden. Erst noch im vergangenen Herbst beantragten sie die grenadische Staatsbürgerschaft.