Zum einen erschüttert ein Skandal um heimlich gedrehte Sexvideos die Musikszene des asiatischen Landes, zum anderen geht es um Vorwürfe der Zuhälterei.

Der Bekanntere von beiden Künstlern ist der 28-jährige Seungri von der Boyband BIGBANG. Ihm wird vorgeworfen, Prostituierte für potenzielle ausländische Investoren bezahlt zu haben, die sich an seinen Geschäften beteiligen sollten.

Seungri (bürgerlicher Name: Lee Seung Hyun) entschuldigte sich nach Berichten südkoreanischer Sender dafür, Ärger verursacht zu haben, als er vor dem Büro der Seouler Polizeibehörde erschien. Er hatte Anfang der Woche seinen Rücktritt vom Showgeschäft verkündet, wies die Vorwürfe aber zurück. Die 2006 gegründete, fünfköpfige Band BIGBANG zählt zu den grössten Acts des K-Pop.

Ärger gibt es auch um und für den Sänger und Fernsehstar Jung Joon Young. Er hat bereits gestanden, Frauen beim Sex mit ihm gefilmt zu haben. Die Aufnahmen sowie Fotos soll er in privaten Chaträumen mit Freunden geteilt haben. Er werde mit den Ermittlern kooperieren, sagte Jung bei der Ankunft vor der Polizei. Auch Jung erklärte, er werde sich aus dem Musik- und Fernsehgeschäft zurückziehen.

Mit K-Pop werden vor allem Girlgroups wie Girls' Generation und Boybands wie BTS verbunden. Die Musiker sehen in der Regel sehr gestylt aus, was ihr glattpoliertes Image unterstützt. K-Pop wurde in den vergangenen Jahren weltweit bekannt - um die Musik herum hat sich eine eigene Industrie für modische Accessoires entwickelt.