Schweizer Fernsehen

Schweizer TV-Moderator verdient mehr als der SRG-Generaldirektor

Salzgeber: Auf dem besten Weg zum Millionär. (Bild: sf.tv)

Salzgeber: Auf dem besten Weg zum Millionär. (Bild: sf.tv)

Als Angestellte des Schweizer Fernsehens verdienen sie kaum mehr als ein Sekundarlehrer. Doch Nebenjobs machen zwei TV-Moderatoren zu Grossverdienern. Demnach bringt es Rainer Maria Salzgeber auf 620'000 Franken im Jahr.

Als Angestellte des Schweizer Fernsehens verdienen sie kaum mehr als ein Sekundarlehrer. Doch Nebenjobs machen zwei TV-Moderatoren zu Grossverdienern, wie Recherchen der Zeitung «Der Sonntag» zeigen. Demnach bringt es Rainer Maria Salzgeber auf 620'000 Franken im Jahr.

Das ist mehr als der SRG-Generaldirektor verdient (Fr. 576 000.-). Recherchen zeigen, dass Salzgeber etwa jede zweite Woche einen Auftritt hat und dafür im Schnitt 20'000 Franken kassiert. Macht 520'000 Franken im Jahr. Hinzu kommen die rund 100'000 Franken, die er als (Teilzeit-)Angestellter beim Schweizer Fernsehen SF verdient.

Meist moderiert der begnadete Talker prestigeträchtige Grossveranstaltungen wie den Fifa-Galaabend «Weltfussballstar des Jahres» im Zürcher Opernhaus, die «Nacht des Schweizer Fussballs» oder Lindt & Sprünglis Weihnachtszauber. Salzgeber hat für die Abwicklung seines Nebengeschäfts die Firma Mehrsalz AG gegründet, was sich steuerlich günstig auf das Zusatzeinkommen auswirkt. Rainer Maria Salzgeber ist zusammen mit SF-Unterhaltungsmoderator Sven Epiney einsame Spitze, wenn es ums Verdienen geht.

Epiney betreibt ein ähnliches Geschäftsmodell - er wickelt seine Nebenbeschäftigungen über seine eigene GmbH ab. Seine jährlichen Gesamteinnnahmen werden auf 500 000 bis 600 000 Franken geschätzt. Sven Epiney gibt darüber wie Salzgeber keine Auskunft. Mit der Geheimniskrämerei könnte es bald vorbei sein. Unter den Fernsehschaffenden macht sich zunehmend Unmut breit, weil sie mit den wenigen Grossverdienern (nebst Salzgeber und Epiney gehört etwa noch Stephan Klapproth dazu) in einen Topf geschmissen werden und quasi mit dem Generalvorwurf der Abzockerei leben müssen. Mehr und mehr SF-Angestellte plädieren für Transparenz bei den Nebeneinkünften. Der neue Generaldirektor Roger de Weck wird sich des Themas persönlich annehmen.

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